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Den drei Attentätern blüht die Todesstrafe. Nach indonesischem Recht wird diese von einem Erschiessungskommando ausgeführt. Doch nur einer der Schützen zielt mit scharfer Munition auf das Herz der Verurteilten, die übrigen schiessen mit Platzpatronen.
Für Adnan Wirawan, den Anwalt der Bomber Amrozi (46), Imam Samudra (38) und Ali Ghufran (48), ganz klar Folter. «Das ist inhuman, weil das Opfer jämmerlich verblutet», argumentiert der 51-Jährige gegenüber «Spiegel Online». Die Terroristen des Al-Kaida-Ablegers Jemaah Islamiyah fordern deshalb den Tod durch das Schwert.
Enthauptet wollen sie werden, nach islamischem Vorbild. Was sich nach Märtyrertum anhört, ist nichts weiter als ein juristischer Winkelzug: «Eine solche Hinrichtung kommt auf Indonesien gar nicht in Frage, sonst würde die gesamte säkulare Verfassung des Staates in Frage gestellt», gibt Wirawan zu. Einziger Sinn des bizarren Begehrens: Aufschub.
Und die Taktik der Terroristen geht bisher auf: Noch Anfang August hatte Indonesiens Generalstaatsanwalt Hendarman Supandji verkündet, dass die Bombenleger vor Beginn des Ramadans am 1. September hingerichtet würden. Mittlerweile krebst er zurück.
Die drei Massenmörder sitzen derweil im luxuriösen Hochsicherheitsgefängnis. Und haben für den Ramadan Besuch von ihren Familien beantragt. (zeb)