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Europaweit sind momentan 24200 Personen mit dem Schweinegrippe-Virus infiziert. Im Herbst, wenn die Menschen besonders anfällig auf Grippeviren sind, sollen es noch mehr werden. Sehr viel mehr!
Neben dem Anstieg der Infektionen wird auch mit einem rasanten Anstieg der Todesfälle gerechnet. «Die Skala ist nach oben offen, und kein Land in der EU wird verschont bleiben», sagte der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Europäischen Parlaments, Jo Leinen (SPD), gegenüber der «Osnabrücker Zeitung». In einigen spanischen Urlaubsregionen sei bereits eine «regelrechte Seuche» ausgebrochen.
Impstoff kommt zu spät
Nach Angaben des SPD-Politikers sollen 150 Millionen Europäer mit einem Impfstoff gegen das Schweinegrippevirus versorgt werden. Doch der kommt vielleicht viel zu spät, weil der Impfstoff erst im November zur Verfügung stehen soll!
Enorme Kosten
Die Kosten für eine Massenimpfung – immens! Leinen schätzt sie EU-weit auf bis zu drei Milliarden Euro. Doch es gibt weitere Probleme: Erstens stünden nur wenige Pharmahersteller bereit, den Impfstoff herzustellen. Zweitens wären EU-Mitglieder, die wegen der Weltfinanzkrise finanziell ohnehin schon am Abgrund stehen, nicht in der Lage sein, ausreichende Mengen an Impfstoff zu bezahlen. (lec)
Virenschutz: Das ist der Schweinegrippe-Impfstoff. Nach zwei Wochen zeigt er erste Wirkung.- AP