Baby-Schlächter bricht sein Schweigen

  • Publiziert: 27.01.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

DENDERMONDE (Belgien) – Der Messerstecher, der in einer belgischen Kinderkrippe ein Blutbad anrichtete, hat sich nun erstmals gegenüber seinem Anwalt geäussert.

Kim de Gelder (20) hat gegenüber seinem Anwalt Bedauern über die Tötung von zwei Babys und einer Betreuerin geäussert. Aber gegenüber seinen Ermittlern schweige der junge Mann noch immer, berichtet die belgische Nachrichtenagentur Belga.

Er zeigt keine Reue

«Er versteht, dass das, was er getan hat, unmenschlich war», sagte Anwalt Jaak Haentjes laut Belga. «Ich glaube, dass er Bedauern empfindet. Das hat er jedenfalls gesagt. Ich würde aber nicht so weit gehen zu sagen, dass er bereut.»

Dem Anwalt zufolge ist de Gelder selbst nicht klar, warum er in die Krippe eindrang und auf die Babys einstach: «Der Grund, warum er Babys in einer Krippe als seine Opfer aussuchte, bleibt ein Geheimnis. Ich wollte wissen, warum er es getan hat. Er will es auch. Er ist bereit, in dieser Richtung mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten.»

Der Täter war am Freitag in eine Krippe im flämischen Dendermonde eingedrungen und hatte wahllos auf die Babys eingestochen. Zwei Babys im Alter von sechs und neun Monaten sowie eine Betreuerin starben, zehn weitere Kleinkinder und zwei Betreuerinnen wurden zum Teil schwer verletzt.

Gestern teilte die Staatsanwaltschaft zudem mit, dass der Messerstecher auch für den Mord an einer 73-jährigen Frau vor gut einer Woche verantwortlich gemacht werde. (SDA)

play Der Babyschlächter mit dem Engelsgesicht: Kim de Gelder. (Dukas)

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