Auto fliegt ins Kirchendach

  • Aktualisiert am 19.01.2012
  • Von Lukas Füglister

CHEMNITZ (D) – Da muss er ganz schön viel Gottvertrauen gehabt haben: Ein 23-jähriger Deutscher hob mit seinem Auto ab – und blieb nach 35 Metern Flug in einer Kirche stecken.

Mit einem Affenzahn braust der Skoda Octavia in Limbach-Oberfrohna im deutschen Bundesland Sachsen um die Kurve. Am Steuer sitzt der 23-jährige David E. Er kann sein Auto nicht mehr halten. Und rast mit Vollgas in die Böschung vor der Kirche.
Die Böschung wirkt wie ein Schanzentisch: Der Skoda hebt ab – und setzt zu einem spektakulären Flug an.

Nach gut 35 Metern eine Landung, für die Simon Ammann Höchstnoten bekäme. Das Auto bleibt rund sieben Meter über dem Boden im Dach der 400 Jahre alten Kirche stecken.

Eine Polizeistreife wird Zeuge des unfreiwilligen Stunts. Die Feuerwehr ist deshalb schnell zur Stelle. Mit einem Kran wird der schwerverletzte Lenker aus dem Kirchendach geborgen.

Pfarrer Andreas Vögler kann zuerst kaum glauben, was da im Dach seines Gotteshauses steckt. «Ich war mir sicher, der Mann muss tot sein.» Er hatte wohl einen Schutzengel. Und auch der Kirche. Denn obwohl viel Öl und Benzin ausläuft, kommt es zu keinem Brand.

Wie schnell David E. unterwegs war soll nun ein Gutachten klären. Nach ersten Schätzungen beträgt der Schaden an der Kirche rund 75000 Euro. Für den Skoda Octavia war es der letzte Flug – er ist Schrott.

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