Aus Calais Erste Flüchtlingskinder erreichen Grossbritannien

CALAIS (FRA) - Fünf syrischen Minderjährigen und einem afghanischen Minderjährigen wurde die ersehnte Ausreise nach Grossbritannien genehmigt.

Flüchtlinge aus Calais: 6 Minderjährige durften nach Grossbritannien play
Migranten spielen im Flüchtlingslager in Calais Fussball. Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Wegen eines Zuges Serbien und Kosovo gehen aufeinander los
2 Schweizer Mädchen Que (6) und Mutter wieder vereint Jetzt spricht...
3 Trump über Merkel, Aleppo und Nuklearwaffen Der Zerfall der EU ist...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

Vor der geplanten Räumung des berüchtigten Flüchtlingslagers von Calais ist gut zwei Dutzend unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen die ersehnte Ausreise nach Grossbritannien genehmigt worden.

«Fünf syrische Minderjährige und ein afghanischer Minderjähriger wurden gerade nach Grossbritannien gebracht», sagte ein Sprecher der Präfektur von Calais am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Am Montag sollten zehn jugendliche Flüchtlinge folgen und am Dienstag etwa zehn weitere.

Die Genehmigung wurde Jugendlichen erteilt, die in Grossbritannien Angehörige haben. Es gebe aber keine Übereinkunft mit Grossbritannien über ein umfassenderes Umsiedlungsprogramm, sagte der Präfektursprecher.

Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve hatte Grossbritannien aufgerufen, seiner «moralischen Pflicht» nachzukommen und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit Verwandten im Vereinigten Königreich aufzunehmen.

1200 unbegleitete Flüchtlingskinder

Das Lager in der nordfranzösischen Küstenstadt Calais ist unter dem Namen «Dschungel» bekannt. Hier leben Schätzungen zufolge bis zu 10'000 Flüchtlinge und Migranten aus Afrika, dem Nahen Osten und Asien unter prekären Umständen. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR zählen dazu mehr als 1200 unbegleitete Flüchtlingskinder. Laut britischem Roten Kreuz wurden bereits 178 unbegleitete Minderjährige im «Dschungel» identifiziert, die wegen verwandtschaftlicher Beziehungen nach Grossbritannien dort Asyl beantragen könnten.

Die französische Regierung will das Lager in Calais bald räumen und die Bewohner in ordentlichen Unterkünften in ganz Frankreich unterbringen. Allerdings wollen viele Flüchtlinge genau das nicht. Sie hoffen von Calais aus auf Fähren über den Ärmelkanal oder durch den Eurotunnel heimlich nach Grossbritannien zu gelangen.

Am Samstag wurde mit dem Bau einer Mauer begonnen, die Migranten den Zugang zum Hafen von Calais abschneiden soll. Die ersten der vier Meter hohen Mauerblöcke wurden aufgestellt. Der Bau soll bis Jahresende vollendet sein. (SDA)

Publiziert am 16.10.2016 | Aktualisiert am 18.10.2016
teilen
teilen
0 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

6 Kommentare
  • Maxi  Niederberger 16.10.2016
    Die Schweiz ist überall dabei wo man Geld machen kann, auch beim Waffenhandel und viel anderes mehr, das allgemein nicht bekannt ist. Die Neutralität der Schweiz ist letztlich ein Geschäftsmodell mit dem dei Schweiz immer gut gfahren ist.
  • Klaus  Wimmer aus Biel
    16.10.2016
    Man sollte die Dschungelbewohner vor die Alternative stellen, freiwillig in eine Flüchtlingsanlage überstellt zu werden oder direkt wieder ins Herkunfsland abgeschoben zu werden, für den Fall, dass diese wieder einen neuen Dschungel bauen, wie schon mehrmals gehabt.
  • Paulo  Suizo , via Facebook 16.10.2016
    ich denke es wäre an der zeit den ganzen kolonialmächten wie frankreich, england, usa, deutschland, indiene, pakistan, philipinen, malaisia, italien, portugal, spanien.... e.t.c. die rechnung zu stellen.
    ausbeutung, hinmetzelung und versklavung.................. u.v.m.
    die rechnung zu stellen, für jahrhunderte
    • Melissa  Baumann 16.10.2016
      Die Schweiz, will Neutral in allem wirken, aber Kriegsmaterial, welches auch nicht das Gelbe vom Ei ist, ist dann wieder OK? Wenn schon alle angeklagt werden sollte, dann gehört die Schweiz auch noch dazu. Wo Geld zu machen ist, ist auch die Schweiz nicht ein Unschuldslamm!
    • Reinhold  Huber - Mayer aus Phi Phi,
      16.10.2016
      und ich denke, einen Kurs in der Migros Klubschule für Deutsch wäre für sie auch nicht schlecht. Hier hat es Fehler an Fehler.
    • Pascal  Stalder 16.10.2016
      Herr Suizo
      Was haben denn ex! Kolonialmächtr dafür? Dank den USA haben weder die Briten noch die Deutschen heute eine Kolonie.
      Als noch die Diktatur und "Ausbeute" herrschte, gab es keine solche Flüchtlinge. Also der hauptschuldige ist die USA und das verweichlichte EU Parlament.