Auch im Ausland soll bestraft werden Thailand greift bei mangelnder Trauerhaltung durch

Nach dem Tod des Königs ist die Situation in Thailand angespannt: Farbige Kleider oder kontroverse Posts sollen Konsequenzen haben, verspricht die Regierung.

Thailand in Staatstrauer: Fehlende Trauerhaltung wird streng bestraft play
In Thailand wird um König Bhumibol Adulyadej getrauert. Sakchai Lalit

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Entrüstet über teils unvorteilhafte Berichterstattung über die Familie des verstorbenen Königs Bhumibol hat die Regierung in Thailand nun hartes Durchgreifen angekündigt.

Die Regierung bitte ausländische Diplomaten um Hilfe, um Thailänder im Ausland aufzuspüren, die Majestätsbeleidigung begangen haben, sagte Justizminister Paiboon Koomchaya am Dienstag. Die Behörden zu Hause wurden aufgerufen, die sozialen Medien genau unter die Lupe zu nehmen und despektierliche Äusserungen sofort zu ahnden.

Viele Menschen empfinden schon das tragen bunter Kleidung als Majestätsbeleidigung. Thailänder bedrohen seit Tagen Landsleute, die ihrer Ansicht nach nicht gebührend um den König trauern.

Ein Mob zerrte am Dienstag einen Mann nahe Bangkok aus seinem Haus und zwang ihn, sich vor einem Porträt des Monarchen zu entschuldigen, wie Lokalmedien berichten. Er soll etwas Despektierliches in sozialen Medien gepostet haben.

Mit dem harten Durchgreifen sollen solche Übergriffe verhindert werden, sagte ein Sprecher der Militärjunta. Majestätsbeleidigung kann mit 15 Jahren Haft geahndet werden.

König Bhumibol war vergangene Woche im Alter von 88 Jahren gestorben. Er wurde tief verehrt. Praktisch das ganze Land trägt seit seinem Tod schwarz. Zehntausende warten täglich vor dem Königspalast in Bangkok, um ihm vor einem Porträt die letzte Ehre zu erweisen. (SDA)

Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 20.10.2016
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3 Kommentare
  • Christian  Kurmann , via Facebook 18.10.2016
    Sorry geht gar nicht das ist viel zu übertrieben.
    In thailand ist es halt so aber in der schweiz kann man sagen was man will.
    Trotzdem RIP könig.
  • Markus  Immer aus Dumagete
    18.10.2016
    Ich nehme mal an, dass durch diese Massnahmen sehr viele bei den nächsten Wahlen ROT wählen werden! Die jungen gebildeten Thais werden sich solchen Absolutismus nicht mehr bieten lassen! Zudem muss unser Aussendepartement aktiv werden, solche grenzenübergreifenden Rechts-Übergriffe dürfen wir in UNSEREM Land nicht dulden.
  • Susanne  Reich 18.10.2016
    Ich respektiere dies und sicherlich ist es ein sehr trauriger Moment für dieses Land, doch praktisch mit Gewalt Verehrung erreichen zu wollen, kann es doch auch nicht sein. Wichtiger ist zudem, wer tritt jetzt die Nachfolge an. Wenn ich dies richtig interpretiere wird der Sohn des Königs, welcher das Amt noch nicht übernommen hat, nicht geschätzt, sondern die Tochter, welche sich sehr verdient gemacht hat. Sollte der Sohn die Nachfolge antreten, könnte dies mit der Verehrung Probleme bereiten.