Libyen-Vertrag: Gaddafi wählt Schiedsrichter
TRIPOLIS – Der libysche Diktator hat seine Wahl für das unabhängige Schiedsgericht getroffen: Es soll sich um einen Rechtsprofessor aus dem Sudan handeln.
Aktualisiert um 08:35 | 02.09.2009

Er behauptet, dass Gaddafi seine Wahl getroffen hat: Libyen-Kenner Jean Ziegler. (Foto: RDB)
In einem Interview mit «Radio 1» erklärt UNO-Sonderbericht-Erstatter und Libyen-Kenner Jean Ziegler, dass auch Libyen den Vertreter für das Schiedsgericht ernannt hat. Es soll sich um einen Rechtsprofessor aus der sudanesischen Hauptstadt Karthum handeln. Offiziell bestätigt ist dies allerdings nicht.
Mit der Ernennung habe Libyen den ersten Punkt der Vereinbarung mit der Schweiz erfüllt, sagt Ziegler. Damit könne der Vertrag nicht mehr sistiert werden.
Die beiden von Libyen und der Schweiz ernannten Vertreter müssen nun gemeinsam einen Obmann für das Schiedsgericht bestimmen. Dieses soll die Verhaftung von Hannibal Gaddafi in Genf untersuchen und beurteilen. (gca)
Mit der Ernennung habe Libyen den ersten Punkt der Vereinbarung mit der Schweiz erfüllt, sagt Ziegler. Damit könne der Vertrag nicht mehr sistiert werden.
Die beiden von Libyen und der Schweiz ernannten Vertreter müssen nun gemeinsam einen Obmann für das Schiedsgericht bestimmen. Dieses soll die Verhaftung von Hannibal Gaddafi in Genf untersuchen und beurteilen. (gca)
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