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Als Ende August auf ein Mitglied des saudischen Königshauses ein Anschlag verübt wurde, gab der Fall große Rätsel auf: Der Attentäter, ein gesuchter Terrorist, war bis ins Büro des Prinzen Mohammed Bin Naif vorgedrungen, wo er seinen Sprengsatz zündete.
Der Attentäter, ein gesuchter Terrorist, war bei einem Empfang zum Ramadan in der Hafenstadt Dschidda erschienen und hatte behauptet, er wolle sich den Behörden stellen. Doch wie konnte ein Selbstmord-Attentäter unbemerkt, mit einer Bombe bewaffnet, bis in das Büro des saudischen Prinzen vordringen? Die Antwort die Terror-Experten jetzt gefunden haben, gibt Grund zur Sorge.
Bombe verschluckt
Der Attentäter trug die Bombe nicht wie bisher angenommen in seinem Handy – sondern in seinem Körper. Er hatte 500 Gramm Sprengstoff in nicht metallischen Beuteln verschluckt, so dass kein üblicher Metalldetektor anschlagen konnte. Nach Angaben der saudischen Zeitung «Okaz» war das Handy des Attentäters mit zwei Sim-Karten ausgestattet. Eine diente demnach der Kommunikation mit dessen Komplizen im Yemen, mit der anderen zündete die Terrorgruppe den Sprengsatz, dessen Zünder sich im Darm des Terroristen befand.
Dass der Kronprinz nur leicht verletzt wurde, obwohl der Sprengsatz direkt neben ihm detonierte, führen Experten darauf zurück, dass die Wucht der Explosion sich nur nach unten entlud. In den Boden wurde ein Krater gedrückt, der Attentäter wurde in zwei Teile zerrissen.
Die perfekte Bombe?
«Diese neue Methode hat eine enorme Auswirkung auf die Sicherheit an Flughäfen», sagt Peter Neumann Terrorexperte am Kings College in London zur «BBC». Diese neue Form des Terrors könnte das Fliegen in Zukunft deutlich verkomplizieren. Denn: «Wenn es wirklich stimmt, dass die Metalldetektoren den versteckten Sprengsatz nicht finden konnten, würde das bedeuten, dass die Detektoren, die derzeit eingesetzt werden, total nutzlos sind», fügt Neumann hinzu. (s5j)