Rebellen immer mutiger Attacke auf Assads Militärflughafen

DAMASKUS - Erbitterte Kämpfe: Die syrischen Rebellen konzentrieren sich zunehmend auf die Luftwaffe von Präsident Baschar al-Assad und die Flughäfen.

  • Publiziert: 01.09.2012

Bei einer Attacke auf den Stützpunkt Kuris in der nördlichen Provinz Aleppo wollen sie Kampfjets am Boden zerstört haben, wie Aktivisten heute berichteten.

Bei der Erstürmung des Luftwaffenstützpunkts Abu Kamal in der östlichen Provinz Deir as-Saur haben sie nach eigenen Angaben eine nicht näher genannte Zahl von Luftabwehrraketen des Typs «Cobra» erbeutet. Dazu tauchten im Internet auch Aktivisten-Videos auf.

In den Provinzen Idlib im Nordwesten und Hama im Zentrum Syriens zerstörten die Rebellen nach eigenen Angaben Strassensperren der Armee. Landesweit seien dutzende Soldaten der Regierungstruppen getötet, verletzt oder festgenommen worden, hiess es.

In den vergangenen Tagen hatten die Aufständischen berichtet, mehrere Helikopter von Assads Armee zerstört zu haben. Ausserdem kontrollieren sie nach eigenen Angaben einen Teil des Flughafens Abu al-Sohur in Idlib.

Gegenoffensive der Regierungstruppen

Syrische Staatsmedien berichteten heute von einer Gegenoffensive gegen die in der Nähe von Militärflughäfen aktiven Rebellen. Dabei seien diesen «schwere Verluste» zugefügt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Von unabhängiger Seite liessen sich auch diese Informationen nicht überprüfen.

In den vergangenen Wochen hat das Regime zunehmend mit Helikoptern und Kampfjets Stellungen der Rebellen, aber auch ganze Wohnviertel in Grossstädten wie Aleppo bombardiert.

Brahimi tritt Amt an

Derweil trat der algerische Diplomat Lakhdar Brahimi die Nachfolge Kofi Annans als Syrien-Vermittler der Uno und der Arabischen Liga an. Annan war mit seinem Plan eines Waffenstillstands und eines daraufhin einsetzenden Dialogs zwischen den verfeindeten Seiten in Syrien gescheitert.(SDA/snx)

Beliebteste Kommentare

  • Rehal  Fatma , Wol
    Salam Ich hoffe die rebellen siegen so kann es nicht weitergehn
  • jürg  frey , teufen
    Lasst doch die Russen und Chinesen einfach mal links liegen und unternehmt was. Das kann ja so nicht weitergehen. Das ist Zermürbungstaktik; und die Türken sind auch nicht mehr in der Lage alle Flüchtlinge aufzunehmen. Schafft wenigstens eine neutrale Zone in Syrien an der Grenze zur Türkei und baut dort Lager auf, bis das Ganze vorbei ist.
    • 01.09.2012
    • 21
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Alle Kommentare (4)

  • Adrian  Teuscher , via Facebook
    Tolles Spiel, der Westen liefert Waffen, einzelne Verdienen gut daran. Die Syrer zerbomben sich mit diesen Ihr Land, einzelne hängen halt an der Macht und am Geld. Und zuletzt? da können wir kleinen Idioten Spenden, werden das SRK unterstüzen, Wiederaufbau finanzieren uvm. Und warum? damit die Waffenlobby und ein paar mächtige Kassierer sich ins Fäustchen lachen können. Wahrlich, weit haben wir es gebracht, die vermeintlich "klügste" Spezies der Erde!
    • 02.09.2012
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  • Jean-Jacques  Pfister
    Ich hoffe, die Rebellen verlieren. Noch ein islamistisches Regime in der Gegend? Nein danke.
  • jürg  frey , teufen
    Lasst doch die Russen und Chinesen einfach mal links liegen und unternehmt was. Das kann ja so nicht weitergehen. Das ist Zermürbungstaktik; und die Türken sind auch nicht mehr in der Lage alle Flüchtlinge aufzunehmen. Schafft wenigstens eine neutrale Zone in Syrien an der Grenze zur Türkei und baut dort Lager auf, bis das Ganze vorbei ist.
    • 01.09.2012
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  • Rehal  Fatma , Wol
    Salam Ich hoffe die rebellen siegen so kann es nicht weitergehn

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