Erster Mann auf dem Mond Astronaut Neil Armstrong ist tot

WASHINGTON - Der «Apollo 11»-Pilot starb im Alter von 82 Jahren.

  • Publiziert: 25.08.2012, Aktualisiert: 26.08.2012
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Der erste Mensch auf dem Mond, Neil Armstrong, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Der frühere Astronaut erlag nach Angaben seiner Familie in Cincinnati im US-Staat Ohio am Samstag den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Armstrong hatte sich Anfang des Monats einer Bypass-Operation unterzogen. «Wir sind untröstlich, mitteilen zu müssen, dass Neil Armstrong an den Folgen eines Herzeingriffs gestorben ist», heisst es in der Erklärung seiner Familie.

US-Präsident Barack Obama zeigte sich in einer Erklärung «tief betrübt» über den Tod Armstrongs. «Neil war unter den grössten amerikanischen Helden - nicht nur seiner Zeit, sondern aller Zeiten», erklärte Obama. «Als er und seine Kollegen an Bord von Apollo 11 1969 abhoben, haben sie die Hoffnungen einer ganzen Nation mit sich genommen.»

«Ein grosser Sprung für die Menschheit»

Armstrong, der «amerikanische Held wider Willen», war zusammen mit Buzz Aldrin und Michael Collins in der Mondfähre «Eagle» zum Mond gereist und hatte am 20. Juli 1969 als erster Mensch den Mond betreten.

Den historischen Vorgang kommentierte er mit den berühmt gewordenen Worten: «Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein grosser Sprung für die Menschheit.»

Rund 500 Millionen Menschen in allen Erdteilen sassen vor ihren Fernsehapparaten und verfolgten, wie der 38 Jahre alte Weltraumpionier nahezu 400'000 Kilometer von der Erde entfernt seinen linken Fuss in die wüstenähnliche Landschaft des Mondes setzte.

Armstrong war der «Eagle»-Kommandant, nach ihm betrat Aldrin den Mond, Collins war der Pilot der Mondfähre. Die Mondlandung der Raumkapsel «Apollo 11» galt mit 24 Milliarden Dollar als das teuerste und gleichzeitig risikoreichste Unternehmen, das ein Land in Friedenszeiten je gewagt hat.

Die USA gewannen damit den Weltall-Wettlauf gegen Moskau. Bis 1972 starteten noch mehrere Apollo-Missionen zum Mond.

Armstrong und Aldrin sammelten während mehr als zwei Stunden Mondgestein, machten historische Aufnahmen und hissten die US-Flagge. Am 24. Juli 1969 kehrte die Raumkapsel zur Erde zurück. Eine Fülle von Ehrungen wartete dort auf die Mondfahrer.

Pilotenschein mit 16 Jahren

Bereits als Jugendlicher arbeitete der von der Luftfahrt faszinierte Armstrong in einem Flughafen in der Nähe seines Geburtsortes Wapakoneta im Bundesstaat Ohio. Geboren wurde er dort am 5. August 1930. Mit 15 Jahren nahm er Flugunterricht, seinen Pilotenschein machte er bereits mit 16 Jahren.

Auch im Studium beschäftigte sich Armstrong mit der Luftfahrt. Er studierte Luftfahrttechnik an der Universität Purdue in Indiana und erhielt in dem Fach einen Master of Science von der University of Southern California.

Im Korea-Krieg flog Armstrong als Navy-Pilot 78 Einsätze. 1955 wurde er Testpilot auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien, wo er rund 50 verschiedene Flugzeugtypen flog.

Erst beim dritten Anlauf wurde Armstrong im September 1962 der Öffentlichkeit als künftiger Raumfahrer der US-Weltraumbehörde NASA vorgestellt. Seinen ersten Raumflug absolvierte Armstrong am 12. März 1966 als Kommandant der US-Raumfähre «Gemini 9».

Drei Jahre später ging ein Traum in Erfüllung. Er landete auf dem Mond. Nach dem Ausscheiden aus der NASA lehrte Armstrong von 1971 bis 1979 als Professor für Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität von Cincinnati (Ohio). Ausserdem gehörte er den Vorständen mehrerer Konzerne an, darunter die Luftfahrtunternehmen Lear Jet und United Airlines sowie dem Konzern Marathon Oil. (sda)

Beliebteste Kommentare

  • Larry  Kaufmann
    Ein echter Held der Raumfahrt ist von uns gegangen. Was er und seine Kameraden mit aus heutiger Sicht primitiver Technik geleistet haben, ist erstaunlich. Die Mondfähre hatte weniger Computergehirn als heute die meisten Mobiltelefone, und war im Anflug auf den Mond überlastet. Da wurde noch mit Kopf und Rechenschieber gearbeitet.
  • Peter  Joachim , via Facebook
    RIP Neil, auch wenn der "giant Leap" für die Menschheit nicht ganz so gross war, wie erhofft, war es doch eine enorme Leistung, viel Mut und Entdeckergeist.
    Danke!

Alle Kommentare (13)

  • Christian  Schmid , Untersiggenthal
    Houston, The Eagle Has Landed ;-
    • 26.08.2012
    • 4
    • 1
  • Georg  Wasser
    Ein grosser Held des 20.Jahrhunderts ist von uns gegangen.Ruhe in Frieden.
    • 26.08.2012
    • 39
    • 7
  • Gardin  Roberto
    Aus Gründen der Pietät gegenüber Neil Armstrong fände ich es gut, wenn wir hier für einmal verschont würden von allen schwachsinnigen Kommentaren. "Mondlandung war ein Fake!" Vielen Dank.
  • Daniel  Marbot , Pyrmont / Sydney
    Er wird uns unvergessen bleiben! Rest in peace!
    • 26.08.2012
    • 34
    • 7
  • Peter  Montanari , Rayong
    War er wirklich auf dem Mond? Oder war das Ganze nicht doch eine mitten im Kalten Krieg von der Nasa finanzierte und von Hollywood produzierte Show in der Wüste von New Mexico?
    • jürg  frey , teufen
      Flieg doch rauf und überzeug Dich was für Müll oben steht. Ausserdem, sollten dann alle Mondlandungen improvisiert gewesen sein, das wäre den Aufwand gar nicht wert gewesen. Zweifelsohne waren dies alle Helden, auf ihre Art, aber das grösste Abenteuer war wohl Apollo 13 für alle Beteiligten.
      • 26.08.2012
      • als Kommentar auf Peter  Montanari , Rayong
      • 43
      • 14
    • Larry  Kaufmann
      Quatsch. 1 Satelliten haben die Landestellen fotografiert, und mehrere der hinterlassenen Experimente Radar-Reflektor etc. werden heute noch genutzt 2 Eine solche Verschwörung einen zivilen Projektes mit zig-Tausend Angestellten, Politikern, Reportern, Zulieferfirmen, etc. ist menschlich unmöglich! "Capricorn 1" war nur ein Film!
      • 26.08.2012
      • als Kommentar auf Peter  Montanari , Rayong
      • 6
      • 3
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