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Dschungel-Frau will zurück in den Wald

Aktualisiert um 10:14 | 21.01.2007

PHNOM PENG (Kambodscha) – Vor einer Woche wurde sie entdeckt, nachdem sie 19 Jahre lang allein im Dschungel gelebt hatte. Jetzt will die 27-Jährige«Dschungel-Frau» zurück in die Natur.



19 Jahre lang versteckte sich die Dschungel-Frau im Wald. Jetzt kann sie kaum mehr unter Menschen leben.
Im Alter von acht Jahren war die Kambodschanerin Ro Cham H´pnhieng beim Rinderhüten in einer abgelegenen Dschungelregion im Nordosten des Landes verschwunden. Vor einer Woche, 19 Jahre nachdem sie vermisst wurde, fand ein Bauer die nackte, völlig verwilderte Frau in der Nähe seines Hofes. Er brachte die Dschungel-Frau in das Dorf zurück, wo sie ihre Eltern nach 19 Jahren wieder in die Arme schliessen konnten (Blick Online berichtete).

Die Rückkehr in die Zivilisation scheint der 27-Jährigen aber gösste Mühe zu bereiten: «Sie krabbelt lieber, als wie ein Mensch zu gehen», sagte der Polizeichef des Bezirks Oyadao in der Provinz Rattanakiri laut «abcnews.com». «Immer wieder weint sie und will in den Dschungel zurückkehren.»

Auch das Sprechen scheint die Dschungel-Frau in der langen Zeit verlernt zu haben: «Wenn sie hungrig oder durstig ist, zeigt sie einfach mit dem Finger auf ihren Mund», sagte der Polizeichef weiter. Nur noch drei Wörter könne sie sagen: «Vater», «Mutter» und «Bauchweh».
Vorsichtig steht Ro auf. Am liebsten krabbelt sie allerdings auf allen Vieren. (AP)
Vorsichtig steht Ro auf. Am liebsten krabbelt sie allerdings auf allen Vieren. (AP)

«Warum hatte sie kurzes Haar?»

Die Dorfbewohner äussern Zweifel an der Geschichte: «Wenn sie 19 Jahre im Dschungel war, warum hatte sie dann kurzes Haar?» fragt der Ladenbesitzer Cheat Ki. «Es hätte lang sein müssen, es sei denn, es hat ihr jemand im Dschungel geschnitten.» «Was hat sie gegessen? In der Gegend ist es nachts sehr kalt», zweifelt der 50-jährige Meng Chuon. «Sie war die ganze Zeit nackt. Ausserdem ist dies Malarialand.»

Auch der Polizeichef des Bezirks Oyadao sagt, dass noch viele Fragen über die Umstände ihres Verschwindens und die Zeit danach offen seien. Möglicherweise gebe es eine Familie oder eine Person, die die ganze Zeit wusste, wo sie war. «Wir würden ihr gerne eine Blutprobe für einen DNA-Test entnehmen, um in dem Fall sicherzugehen. Nur so können wir Verdächtigungen ausräumen.»

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