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Polizist schockiert: Papi ist ein Bankräuber

Aktualisiert um 12:03 | 29.12.2005

LEWISTON USA – Er predigte seinen Kindern stets Recht und Ordnung. Das hat er nun davon: Sein Sohn hat ihn auf einem Fahndungsfoto erkannt – und verhaften lassen.



Beim Räubern gefilmt: William Alfred «Al» Ginglen. (AP)
Beim Räubern gefilmt: William Alfred «Al» Ginglen. (AP)
Polizeioffizier Jared Ginglen traute seinen Augen kaum. War der Typ mit Sonnenbrille, Staubmaske und Kappe auf den Fotos einer Überwachungskamera tatsächlich sein Vater? War er etwa für eine Serie von Raubüberfällen verantwortlich?

Sicherheitshalber rief Jared seinen Bruder Garrett an. Er sollte sich die Bilder ebenfalls ansehen. Als dieser die Aufnahmen sah, wurde ihm speiübel – und er übergab sich in den Papierkorb. Ihr Vater – ein Bankräuber!

Zusammen mit ihrem Bruder Clay wollten sie ihren Papa stellen. Er war aber nicht zu Hause. Stattdessen fanden sie dort Kleider, die der Räuber auf den Fotos trug. Sie zeigten ihren Vater an. Daraufhin wurde William Alfred «Al» Ginglen festgenommen.

9 Monate lang hatte der siebenfache Grossvater Banken in und um Lewiston im US-Staat Illinois überfallen und dabei rund 60´000 Dollar (umgerechnet 79´000 Franken) erbeutet. Der 64-Jährige bekannte sich vor Gericht schuldig zu siebenfachem bewaffnetem Raubüberfall und zweifachem Tragen und Brauchen einer Waffe während eines Gewaltverbrechens. Heute wird das Gericht das Strafmass verkünden. Es drohen 25 Jahre Knast.

Was den Ex-Marine zu seinen Taten trieb? Angeblich eine teure Freundin, Drogen und die Kosten für Prostituierte.
Al hat seinen Söhnen verziehen: «Sie haben gemacht, was sie für richtig hielten - so habe ich es ihnen beigebracht». (AP)
Al hat seinen Söhnen verziehen: «Sie haben gemacht, was sie für richtig hielten - so habe ich es ihnen beigebracht». (AP)
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