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Papst sucht Schutz bei Bush

Aktualisiert um 09:22 | 17.08.2005

ROM – In Texas läuft ein Prozess wegen sexuellen Missbrauchs von Knaben. Und auf der Anklageliste sticht ein Name heraus: Joseph Ratzinger.



Eigentlich ist klar: Papst Benedikt XVI ist nicht nur Oberhaupt der katholischen Kirche. Er gilt auch als Staatsoberhaupt und geniesst somit diplomatische Immunität. Dennoch gelangten seine Anwälte in einer delikaten Sache an den US-Präsidenten. Sie haben George W. Bush – selber streng gläubig – um Immunität für den Pontifex gebeten.

Denn der heutige Papst wird in einem Zivilverfahren in Texas angeklagt. Im Prozess geht es um die sexuelle Misshandlung von drei Jungen durch einen Priesteranwärter.

Die Kläger werfen nun Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. vor, als damaliger Leiter der Glaubenskongregation gemeinsam mit dem Erzbistum Galveston-Houston die Vorfälle in den 90er Jahren vertuscht zu haben.

Der Anwalt eines Opfers berief sich dabei auf einen Brief Ratzingers auf dem Jahr 2001. Darin heisse es, dass alle schweren Vergehen wie der Missbrauch von Minderjährigen von Ratzingers Kongregation behandelt werden sollten.
Joseph Ratzingers (Benedikt XVI.) Name steht auf einer Liste eines texanischen Gerichts. (Keystone)
Joseph Ratzingers (Benedikt XVI.) Name steht auf einer Liste eines texanischen Gerichts. (Keystone)

Schwarzenegger will Sextäter hart anfassen

SACRAMENTO – Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat ein härteres Durchgreifen gegen Triebtäter angekündigt. So sollen bedingt aus der Haft entlassene Täter lebenslang ein Gerät tragen, womit ihr Aufenthaltsort per Satellit festgestellt werden kann. Einschlägig Vorbestraften will der Gouvernator verbieten, in der Nähe von Parks und Schulen zu wohnen. Die Strafen für den Besitz von Kinderpornografie sollen zudem verschärft werden.

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