Arktis absurd! Jetzt braucht schon Grönland Schneekanonen

NUUK - Ausgerechnet in Grönland herrscht Schneemangel. Zum ersten Mal sind die Arktisspiele in der Hauptstadt Nuuk in Gefahr. Jetzt werden Schneekanonen eingeflogen und sollen mit Kunstschnee Abhilfe schaffen.

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Wenn die weisse Pracht nicht so richtig will, wird fleissig nachgeholfen. Im Bild: eine Schneekanone in Arosa (Archiv). play
Nicht nur Grönland kämpft mir warmen Temperaturen, auch in Arosa muss mit Schneekanonen nachgeholfen werden. GIAN EHRENZELLER

Ausgerechnet in der Eiswüste Grönlands herrscht auf die Arktischen Winterspiele hin Schneemangel. Eigentlich sollen diese kommenden Sonntag beginnen, nun sind sie zum ersten Mal in Gefahr. Die Verantwortlichen müssen nun Schneekanonen einfliegen, damit die Schlittenhunde, Snowboarder und Skilangläufer doch noch pünktlich starten können.

Insgesamt werden 1600 Arktissportler aus aller Welt erwartet. Diese will man nicht enttäuschen. «Nicht einmal in meinen wildesten Fantasien habe ich mir vorstellen können, dass Schnee unser grösstes Problem werden könnte», sagt Spieldirektorin Maliina Abelsen.

Schneemelde-Hotline für Bewohner

Die ganze Stadt zeigt sich nun solidarisch, den traditionellen Sportwettbewerb doch noch zu retten. Denn normalerweise liegen um diese Jahreszeit auf der grössten Insel der Welt tonnenweise Schnee herum. Es wurde sogar eine Hotline eingerichtet, auf welche Bewohner anrufen können, wenn sie grosse Schneehaufen entdecken würden. LKW sammeln diesen dann ein und bringen ihn zum Austragungsort. (lz)

Publiziert am 05.03.2016 | Aktualisiert am 05.03.2016
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8 Kommentare
  • Patrick  Soppelsa , via Facebook 05.03.2016
    Habe gerade den Wetterbericht vom Flughafen Nuuk angeschaut. Das Problem dürfte nicht der Schnee sein, sondern dessen Qualität. Zu diesen Spielen kommen längst vor allem internationale Sportler und die sind sich vor allem Kunstschnee aus der Kanone gewohnt.
  • Urs  Schaad aus Zürich
    05.03.2016
    Netter Versuch. Die aktuellen Webcam in Nuuk zeigen tiefsten Winter. Also nix mit Schneekanone und warmen Temperaturen. Die Klimapaniker können sich vorerst beruhigen und ins erholsame Wochenende gehen.
  •   05.03.2016
    Wenn das Klima sich wandelt, dann müssen sich auch die Menschen anpassen. Wenn es keinen Schnee mehr hat, muss man halt was anderes machen, zum Beispiel Wandern und Radfahren und nicht um jeden Preis Dinge tun, die nun mal kaputt und vorbei sind. So ist da Leben, so ist die Welt - alles ändert sich!
    • Ernst  Streuli 05.03.2016
      Super! Dann muss man nichts ändern und kann einfach so weitermachen wie bisher??
  • Mark  Grand aus Bremgarten
    05.03.2016
    Ach was, woher denkt den der Blick kommt der Name, Dänisch Grønland für „Grünland“, genau weil es früher ein grünes Land war ohne Eis und da gab es noch keine Industrialisierung Co2 etc. usw. aber dies Passt den Co2 Steuereintreiber ganz und gar nicht, in ihr Weltbild.
    • Norman  Freeman 05.03.2016
      Zu Zeiten der Wikinger, als diese Grønland entdeckten, war alles bis auf die Küstenregion unter Eis! Eigentlich so wie heute auch und so wie die letzten zwei Millionen Jahre!
    • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
      05.03.2016
      Als Erik der Rote, den sie wegen Totschlag aus Island verbannt hatten, auf Grönland eine neue Kolonie gründen wollte brauchte er möglichst viele Siedler. Also wendete er einen Trick an den man heute noch in Reisekatalogen findet. Sein Grönland entsprach ungefähr dem was bei einem Hotel als verkehrsgünstig bezeichnet wird, ein Euphemismus zur Verschleierung der tatsächlichen Situation. Mehr als alle paar Jahre ein paar saure Äpfel von einigen mickrigen Bäumchen war landwirtschaftlich nicht drin.
    • William  Quispe aus Bellinzona
      05.03.2016
      Grönland wurde so genannt, um mehr Auswanderungswillige zu finden, um Grönland überhaupt zu besiedeln. Heute würde man sagen ein PR Gag. Klar war die Küste grün, aber sonst war alles kahl und karg und weitgehend von Schnee und Eis bedeckt.

      Dass irgend einmal vor Urzeiten alles Grün war, bezweifelt niemand. Der Nordpol wandert ja wieder mal, sie werden es also noch erleben, dass in Grönland wieder Wälder gedeihen.