Appell von Ex-Militärs Trump soll auf Folter verzichten

Gut 170 hochrangige Ex-US-Militärs haben an den künftigen Präsidenten Donald Trump appelliert, seine Wahlkampf-Ankündigungen über den Einsatz von Waterboarding und «schlimmeren» Folterpraktiken nicht umzusetzen.

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Donald Trump hält Folter für ein probates Mittel, um aus Terroristen Informationen zu pressen. AP

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Waterboarding und weitergehende Verhörpraktiken seien «nach heimischem und internationalem Gesetz unrechtmässig», heisst es in dem Schreiben vom 6. Januar, das die «New York Times» heute publik machte. «Folter ist überflüssig», steht im Schreiben der 176 Ex-Militärs weiter geschrieben. «Unsere grösste Stärke ist unser Einsatz für die Herrschaft des Rechts.»

«Waterboarding ist schön, aber es ist noch längst nicht genug», hatte Trump im Wahlkampf gesagt. Er werde «weit Schlimmeres als Waterboarding» einführen. Selbst wenn Waterboarding sich als unergiebig erweise, hätten Terrorverdächtige diese Behandlung «sowieso verdient für das, was sie uns antun».

Der scheidende US-Präsident Barack Obama hatte das vom Geheimdienst CIA eingesetzte Waterboarding nach seinem Amtsantritt Anfang 2009 beendet. Die Methode des Waterboarding, bei der der Verhörte zu ertrinken glaubt, wird von Menschenrechtlern als Folter angesehen.

Zu den Unterzeichnern des Schreibens an Trump zählen die Generäle Stanley McChrystal und John Allen, die im Afghanistan-Krieg im Einsatz waren. Insgesamt unterzeichneten 33 Vier-Sterne-Generäle und -Admiräle.

Nach seiner Wahl gab es Anzeichen dafür, dass Trump seine Ansichten zum Waterboarding geändert haben könnte. Über Ex-General James Mattis, den er als Verteidigungsminister nominiert hat, sagte Trump, dieser habe ihm zum Thema Folter gesagt: «Ich fand das nie besonders nützlich.» Beim Verhör komme es eher darauf an, ein Verhältnis zum Verhörten aufzubauen. (sda)

Publiziert am 10.01.2017 | Aktualisiert am 14.01.2017
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