Anschlag in Jerusalem fordert vier Todesopfer Laster rast in Soldaten-Gruppe

JERUSALEM - In Jerusalem sind bei einem mutmasslichen Attentat mehrere Soldaten von einem Lastwagen überfahren worden. Vier Personen kamen ums Leben. Alles deute darauf hin, dass der Attentäter ein Unterstützer des IS war, sagt der israelische Ministerpräsident.

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In Israels Hauptstadt ist es heute zu einer tödlichen Lastwagen-Attacke gekommen. Der Camion raste im Staddteil Armon Hanaziv in eine Gruppe von Soldaten und tötete laut Angaben des Rettungsdienstes drei junge Frauen und einen jungen Mann. 13 weitere Soldaten seien verletzt worden, drei unter ihnen lebensgefährlich.

Laut dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu deute alles darauf hin, dass der Attentäter ein Unterstützer des IS war. Die Identität des Mannes sei bekannt. Es soll sich um einen Palästinenser handeln.

Diese Überwachungsaufnahmen sollen den Laster-Anschlag zeigen:

Schlimmer Anblick für die Retter

Die Soldaten seien gerade aus einem Autobus gestiegen, teilte eine Polizeisprecherin mit. Die Polizei sperrte den Ort des Anschlags ab. Mehrere Verletzte wurden von Rettungskräften behandelt.

Ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes Zaka sagte, den Sanitätern habe sich am Ort des Anschlags ein schlimmer Anblick geboten. Einige der Opfer, darunter auch Tote, waren unter dem Lastwagen eingeklemmt. Sie mussten mit einem Kran befreit werden. Es handle sich um «den schlimmsten Anschlag mit einem Fahrzeug, den wir in der letzten Zeit in Jerusalem gesehen haben», sagte der Zaka-Mitarbeiter dem israelischen Fernsehen.

 

Der Attentäter, der aus Ostjerusalem stamme, sei von einem Soldaten erschossen worden. Über weitere Details der Ermittlungen sei eine Nachrichtensperre verhängt worden, sagte Polizeichef Roni Alscheich. So wollte er sich nicht dazu äussern, ob der Lastwagen gestohlen war, oder ob der Täter womöglich Komplizen hatte.

«Es ist nichts Heldenhaftes an solchen Aktionen»

Der UNO-Nahostgesandte Nickolay Mladenov hat den tödlichen Anschlag mit einem Lastwagen in Jerusalem am Sonntag verurteilt.

«Es ist verwerflich, dass einige solche Taten verherrlichen, die die Möglichkeit einer friedlichen Zukunft für Palästinenser und Israelis untergraben», sagte Mladenov nach Angaben seines Büros. «Es ist nichts Heldenhaftes an solchen Aktionen.»

Palästinenser im Gazastreifen hatten den Anschlag gefeiert und auf der Strasse Süssigkeiten verteilt. Auch die radikal-islamische Palästinenserorganisation Hamas begrüsste die Attacke.

Neue Gewaltwelle seit Herbst 2015

Der Anschlag wurde im Stadtteil Armon Hanaziv verübt. Dieses liegt in dem 1967 von Israel eroberten Ostteil Jerusalems. Die Palästinenser beanspruchen das Gebiet als Teil einer künftigen Hauptstadt für sich. Israel sieht jedoch ganz Jerusalem als seine «ewige, unteilbare Hauptstadt». In dem Stadtteil war es seit Beginn der neuen Gewaltwelle im Herbst 2015 immer wieder zu Anschlägen gekommen. (SDA/lha/kra)

Terroranschlag in Jerusalem: LKW rast in Soldaten-Gruppe play
Bei der Promenade Armon Hanaziv kam es zum Anschlag. Google Maps
Publiziert am 09.01.2017 | Aktualisiert am 09.01.2017
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11 Kommentare
  • Paul  Entlebucher 09.01.2017
    Europa soll sich bei der Bekämpfung des islamischen Terrors Israel als Vorbild nehmen, dann werden wir auch die kriminellen Anschläge besser in den Griff bekommen. Es nützt nichts, die Kriminellen nach langwieriger psychologischer Betreuung wieder auf die Bevölkerung loszulassen. Europa erwache endlich!
  • Urs  Saladin , via Facebook 08.01.2017
    Je mehr über solche LKW-Attentate berichtet wird, umso mehr Nachahmer wird es geben! Und wenn einer wieder eine andere Masche "erfindet", wird es wieder genau gleich sein!
    Das ist die Kehrseite der Globalisierung, solche Nachrichten verbreiten sich in Windeseile und die Verantwortlichen für die Attentate erhalten eine Publizität, die eigentlich niemand will!
  • Thomas  Zürcher 08.01.2017
    An allen Ecken der Welt brennt es.Der Terror hat die Welt im Würgegriff.Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass der sogenannte "War on Terror" wohl eher ein "War on Error" war und ist, der in eine Sackgasse führt und einen fruchtbaren Nährboden für den Terrorismus bietet.
  • Boris  Kerzenmacher 08.01.2017
    Es ist klar, dass die Hamas die zivilen Toten auf beiden Seiten will und absichtlich herbeiführt. Denn Messerattacken, Angriffe mit dem LKW oder Hamas-Raketen, und das weiss auch die Hamas, schaden dem Todfeind Israel nur wenig. Hamas weiss jedoch sehr genau, dass Israel nach Angriffen nicht anders reagieren kann, als Hamas-Stellungen anzugreifen. Und genau diese Stellungen hat die Hamas bewusst in Wohnhäusern, Moscheen oder Krankenhäusern untergebracht.
    • marcel  Ruetsche 08.01.2017
      Ja Hr. Kreuzenmachen, lese zu viele
      Kommentare von Ihnen, da Sie der Israelischen Regilion angehoeren verwundert es mich nicht das Sie immer die Palaestienser angreifen und alles was die Israelis tun, loben, waere ich ein Palaestinaenser, so wuerde ich mich auch wehren, da sie keinen Zugang haben zu super Waffen wie sie die Israelis haben, so muss man sich wehren mit primitiven Mitteln, nicht das ich sollte Attaken unterstuetze, aber was die Israelis tunen ist total daneben.
    • Wolfgang  Tully 08.01.2017
      @marcel Ruetsche
      Das schlimme an der Sache ist, dass beide Seiten Befürworter haben, die ihre Seite für Gut heißen und sich bei Gegenangriffen wehren müssen. Keiner kommt auf den Gedanken, dass man durch Gespräche, bzw. einmal nicht Retourkutsche die Spirale weiter treibt. Ich glaube Ihnen nicht, dass Sie diese Attaken der Palästinenser nicht unterstützen, sonst hätten Sie ganz anders geschrieben.
    • Paul  Entlebucher 09.01.2017
      @Ruetsche: Man muss nicht zur jüdischen Bevölkerung gehören, um den Post von Boris Kerzenmacher zu verstehen, aber es gibt immer noch Leute, welche die aktuelle Situation (nicht nur in Israel) verkennen und an einem veralteten Weltbild festhalten.
  • Daniel  Evans 08.01.2017
    Es ist langsam aber sicher einfach nur erschreckend wieviele Menschen schlicht und einfach kaputt sind.
    Da funktioniert nichts mehr in Sachen Sozialverhalten, Liebe und Ehre.
    Möge unsere Welt bald etwas gesunder werden und die Menschen vielleicht statt gar nichts Herz und Hirn einschalten. Wo vorhanden, die anderen sollen unauffällig selbst und alleine gehen!