Sanktionen könnten bald fallen Donald Trump denkt laut über Russen-Kuschelkurs nach

WASHINGTON - Donald Trump zeigt sich bereit, Sanktionen zu stoppen, «wenn uns Russland wirklich hilft». Der Senat startet derweil eine Untersuchung über Putins Rolle im Wahlkampf.

Der gewählte US-Präsident Donald Trump bei einer Pressekonferenz im New Yorker Trump Tower am vergangenen Mittwoch play

Der gewählte US-Präsident Donald Trump bei einer Pressekonferenz im New Yorker Trump Tower am vergangenen Mittwoch

AP Photo/Evan Vucci

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Der künftige US-Präsident Donald Trump erwägt, die Sanktionen der Vereinigten Staaten gegen Russland zu beenden. Sollte Moskau den USA bei der Bekämpfung von Terroristen und bei der Erreichung anderer für die USA wichtigen Ziele behilflich sein, könnten Strafmassnahmen eingestellt werden.

«Wenn man mit Russland gut auskommt und uns Russland wirklich hilft, warum sollte man dann Sanktionen haben, wenn jemand wirklich tolle Sachen macht?», fragte er in dem Gespräch mit dem «Wall Street Journal». Mindestens eine gewisse Zeit lang sollten die Sanktionen jedoch noch aufrechterhalten werden.

Im Interview erklärte Trump auch, er sei bereit, den russischen Präsidenten Wladimir Putin nach der Vereidigung am 20. Januar zu treffen. «Wie ich es verstehe, wollen sie ein Treffen, und das ist für mich vollkommen in Ordnung.»

Sanktionen wegen Wahlkampf-Hacks

Der scheidende Präsident Barack Obama hatte Ende Dezember wegen mutmasslicher Hackerangriffe auf die US-Präsidentenwahl Russland mit Sanktionen belegt (BLICK berichtete).

Mit Blick auf China sagte Trump, dass er nicht wie seine Vorgänger an der «Ein-China-Politik» festhalten müsse.«Alles ist Gegenstand von Verhandlungen, auch die Ein-China-Politik», sagte Trump im Interview.

Der Republikaner hat nach seiner Wahl im November wiederholt vor allem die Währungs- und Handelspolitik Chinas angegriffen. Die USA hatten im Zuge ihrer Annäherung an die Volksrepublik China 1979 ihre diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abgebrochen und die Führung in Peking als alleinige Regierung Chinas anerkannt.

Trump nahm Anfang Dezember einen Anruf von Taiwans Präsidentin Tsai Ing Wen entgegen, in dem sie ihm zu seinem Wahlsieg gratulierte. Peking kritisierte ihn dafür scharf. Trump attackierte darufhin Chinas Währungs- und Aussenpolitik.

Der künftige US-Präsident zeigte angesichts der US-Rüstungsexporte nach Taiwan kein Verständnis für die diplomatische Zurückhaltung. «Wir können ihnen die neueste und beste militärische Ausrüstung im Wert von zwei Milliarden Dollar verkaufen, aber wir dürfen keinen Anruf annehmen», sagte er. Er hätte es als «sehr unhöflich» erachtet, das Telefon zu ignorieren.

Über die Weihnachtskarte von Chinas Premier Xi Jinping hat er sich hingegen gefreut. Es sei eine «sehr schöne Karte».

Trump tritt am 20. Januar die Nachfolge Obamas an. (SDA/nbb)

Publiziert am 14.01.2017 | Aktualisiert am 17.01.2017
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25 Kommentare
  • Annemarie   Setz 14.01.2017
    Aus seiner Steuerrechnung macht Trump ein Geheimnis, das Problem, dass Russen bei den Wahlen zu seinen Gunsten gehackt haben, spielt er herunter. Ihm gehts wohl mehr um undurchsichtige Geschäfte, die Amerika bei Aufhebung der Sanktionen mit Russland machen kann. Dass Trump der Friede auf Erden ein Anliegen ist, ist kaum zu glauben, wenn man sieht, wie er mit Andersdenkenden und andern Ländern wie Mexiko oder China arrogant umgeht.
    • Tata  Tatyana 14.01.2017
      Er wird aufräumen und Nutzloses bei Seite legen , da ER ein Geschäftsmann mit Erfolgs Zeugnis ist , alle anderen waren Blabla ohne Kosten Nutzen alles verputzen
  • christian  schmied 14.01.2017
    Immer diese hetzjagdt, Putin ist nicht so schlimm wie Merkel. Er hätte klar sagen sollen er will Russland wieder vereinigen wie es mal war bevor er in der krim krieg spielt. Das andere warum soll er die Wahl manipuliert haben ? clinton wurde das erste mal nicht gewählt, warum sollte man sie beim zweiten mal wählen ?
  • Lorenz  Fürst aus Gunzgen
    14.01.2017
    Die von den USA inzinierten Sanktionen haben West-Europa 400000 Arbeitsplätze gekostet!

    Wäre an der Zeit, dass sich die Europäer neue "Freunde" suchen, mal schauen was die Wahlen in Frankreich und Deutschland bringen.
  • Oliver  Meier 14.01.2017
    Natürlich wird Trump die Sanktionen gegen Russland aufheben. Tillerson, designierter Aussenminister der USA und momentaner CEO von Exxon, will doch endlich sein und Exxons Riesenprojekt und Investition in Russland von 800 Mio. durchführen (momentan durch Sanktionen blockiert). Wer wirklich denkt, Trump und sein Kabinett betreibt Politik für das Wohl des kleinen Mannes und die USA, sollte schnell aufwachen.
  • Albert  Knoll 14.01.2017
    Nach einer Reihe von Demokratischen wie auch Republikanischen Warlords, hätten die Amerikaner endlich einen ideologiefreien Präsidenten verdient. Aber das wird ein steiniger Weg für Trump. Kooperation bedeutet automatisch effizienterer Einsatz von Ressourcen. Effizienz bedeutet weniger Bedarf und das wird den Rüstungsbetrieben weltweit gar nicht gefallen. Unter den Top Ten der Rüstungsunternehmen sind sieben US-Firmen. Trump darf sich auf eine steife Brise gefasst machen. Ich wünsche ihm Erfolg.
    • Beat  Schenker aus Lugano
      14.01.2017
      Sie haben aber mitgekriegt das er im Sozialen sparen will aber mehr in die Armee Investieren?