Ankündigung per zweistündiger Kanzler-Rede Österreich will unseren Inländervorrang

Der österreichische Bundeskanzler Christian Kern will sich für die Einführung einer Arbeitsmarktprüfung einsetzen. So will er die Schäden abschwächen, die sein Land durch den Zuzug aus «ärmeren EU-Ländern» erleidet. Andere Länder kennen den Vorrang bereits.

Schweiz als Österreichs Vorbild: Provokation mit «Inländervorrang» play
Er will auch einen Inländervorrang: Bundeskanzler Christian Kern (51, SPÖ) bei seiner Rede zur Zukunft Österreichs. BARBARA GINDL

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Schweizer Qualität ist im Ausland gern gesehen – nicht nur bei Uhren, Sackmessern oder Finanzangeboten. Auch unsere Gesetzesvorschläge scheinen, wenigstens in der Nachbarschaft, gut anzukommen.

Der österreichische Bundeskanzler Christian Kern erklärte in seiner fast zweistündigen Grundsatzrede gestern Abend, ein «Inländervorrang light» sei auch für Österreich zu prüfen, wie der österreichische Rundfunk ORF berichtete.

Die «Arbeitsmarktprüfung»

Jedoch will Kern den Zugang zum inländischen Arbeitsmarkt nicht grundsätzlich einschränken, sondern nur für Bürger ärmerer EU-Länder. Also mehrheitlich für Menschen aus Osteuropa. Österreich leide unter «enormem Zuzug», darum will der Bundeskanzler «in Branchen mit besonders hoher Arbeitslosigkeit das Instrument der Arbeitsmarktprüfung» einführen.

In solchen Branchen sollen Arbeitsplätze also nur noch an solche Ausländer vergeben werden können, wenn das Angebot an inländischen Arbeitskräften erschöpft ist.

Andere Länder haben bereits ähnliche Modelle, wie zum Beispiel Luxemburg. Offene Stellen müssen dem Arbeitsamt gemeldet werden, wie bei uns. Und auch dort ist es EU-Bürgern möglich, sich bei diesem Amt anzumelden, solange sie einmal pro Monat im Land sind. (wif)

Publiziert am 12.01.2017 | Aktualisiert am 21.01.2017
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2 Kommentare
  • Mad  Piccard 13.01.2017
    Ich sage es schon lange,.... dank der direkten Demokratie (nicht der Politiker) sind wir der EU in vielen Belangen um Längen voraus. Die merken dich erst wenn der Schaden schon da ist, was das Volk schon lange vorher erkannt hat. Würden unsere Politiker jetzt noch das tun, was der Souverän beschlossen hat, gäbe es viele Probleme weniger. Ein Volk kann man NICHT bestechen...wohl aber Politiker; darum tun die das, was die Geldgeber von EU-Lobby und Sozialindustrie von ihnen verlangen .
  • André  Baldin 12.01.2017
    Die Österreicher brauchen nicht unseren Inländervorrang! Die haben es nicht nötig, zu kopieren. Die wissen schon lange, was sie wollen und setzen es auch um - im Gegensatz zur Schweizer Behörde. Es sind Politiker wie Kurz, die es geschafft haben die Balkanroute zu schliessen!!!