«Angriff gegen unser Land» Clinton gibt Putin Mitschuld an Niederlage

Die Hackerangriffe führt die US-Demokratin darauf zurück, dass Putin einen persönlichen Streit mit ihr habe.

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Spricht von beispiellosen Ereignissen: Hillary Clinton (69).

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Die unterlegene US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat dem russischen Staatschef Wladimir Putin eine Mitschuld an ihrer überraschenden Niederlage gegeben. Ihr Scheitern bei der Wahl am 8. November sei das Ergebnis von zwei beispiellosen Ereignissen, sagte Clinton laut einem Bericht der «New York Times» am Donnerstagabend (Ortszeit) bei einem Abendessen mit Wahlkampf-Spendern.

Dabei handle es sich um den russischen «Angriff gegen unser Land» und die Wiederaufnahme von Ermittlungen zu ihrer E-Mail-Affäre durch den FBI-Chef James Comey elf Tage vor der Wahl, sagte Clinton dem Bericht zufolge.

Die Hackerangriffe auf Clintons Wahlkampfmanager John Podesta führte die US-Demokratin darauf zurück, dass Putin einen persönlichen Streit mit ihr habe. Er trage ihr nach, dass sie die russische Parlamentswahl 2011 als manipuliert kritisiert habe.

Rache für Wut des Volkes

«Putin hat mich öffentlich für den Wutausbruch seines eigenen Volkes verantwortlich gemacht», zitierte die «New York Times» Clinton. Wahlentscheidend sei auch das Vorgehen von FBI-Chef Comey gewesen. Dieser hatte rund zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl den Kongress informiert, dass seine Behörde im Zusammenhang mit Clintons E-Mail-Affäre neu aufgetauchte Korrespondenz prüfe. Zwei Tage vor der Wahl erklärte Comey dann, in den neu entdeckten E-Mails seien keine Hinweise auf strafbare Handlungen gefunden worden.

Zu dem Cyberangriff auf Podestas E-Mailkonto hatte der Sender NBC News am Mittwoch berichtet, Putin selbst habe Anweisungen für den Umgang mit den gehackten E-Mails gegeben. Der russische Staatschef habe dies anfänglich aus Rache getan, weil die Demokratin als Aussenministerin öffentlich die Rechtmässigkeit der russischen Wahl von 2011 in Frage gestellt habe, meldete der Sender unter Berufung auf zwei hochrangige Geheimdienstverantwortliche.

Putin-Sprecher: «Lächerlicher Unsinn»

Später habe Putin dann sein Vorgehen ausgeweitet, um das politische System in den USA als korrupt darzustellen, hiess es in dem Beitrag weiter. Putins Sprecher Dmitri Peskow wies die Vorwürfe als «lächerlichen Unsinn» zurück. Auch der designierte US-Präsident Donald Trump stellte in Abrede, dass Russland hinter den Cyberangriffen auf die US-Demokraten stecke.

Die US-Regierung des Demokraten Barack Obama machte hingegen ebenfalls die russische Regierung für die Hackerangriffe verantwortlich. Präsidentenberater Ben Rhodes sagte, «nichts von derartiger Tragweite» geschehe innerhalb der russischen Regierung, ohne dass Putin davon wisse. Präsident Obama drohte Russland einen nicht näher bezeichneten Gegenschlag an.

FBI teilt Vorwürfe

Die Vorwürfe einer Beeinflussung der US-Präsidentenwahl durch Cyberangriffe vonseiten Russlands werden auch vom FBI geteilt, wie die «Washington Post» berichtet. Die Bundespolizei hatte sich Geheimdiensterkenntnissen der CIA bisher nicht angeschlossen.

Die Zeitung berichtet nun, dass auch der nationale Geheimdienstdirektor James Clapper von russischen Hackerangriffen ausgehe, die die Wahl zum Wohle des Republikaners Donald Trump hätten beeinflussen sollen.

Die «Washington Post» zitiert aus einem internen Schreiben von CIA-Direktor John Brennan. Dort schreibt er, er sei sich nach einem Treffen mit Clapper und FBI-Direktor James Comey einig über die russischen Absichten, die Wahl zu beeinflussen. Das gelte für ihre Absicht, ihr Ausmass und ihre Anlage.

Trump hatte die bisherigen Erkenntnisse und Vorhalte bislang rundweg abgetan. Einige Abgeordnete der Republikaner hatten in den vergangenen Tagen zu seiner Verteidigung angeführt, das FBI habe sich den Vorwürfen der CIA nicht angeschlossen. (SDA)

Publiziert am 16.12.2016 | Aktualisiert am 18.12.2016
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18 Kommentare
  • Rolf  Kyburz , via Facebook 17.12.2016
    Die USA wollen Computer Nation #1 in der Welt sein und können Ihre Wahlen nicht schützen? Das US Wahlsystem ist übrigens eines der lausigsten Wahlsysteme.
  • Hanspeter  Oppliger aus Valencia Philippinen
    17.12.2016
    Jetzt macht sich Frau Clinton auch noch lächerlich. Verlierer sollten in den Spiegel schauen. Anderen die Schuld zuzuschieben ist nur peinlich und kleingeistig. Nun ja, passt zu Amerika, welche seit längerem nur noch peinlich sind. Die Welt schaut mehr und mehr nicht mehr zu den USA hoch, sondern zu ihnen runter.
  • Martin  Lenz , via Facebook 17.12.2016
    So was dämliches! Trump hat die normalos geholt, die Leute die zur Zeit keine Zukunftsaussicht haben. Leute die arbeitslos sind, Leute die darauf bauen, dass er etwas für Sie macht! Dumm nur wenn das dann nicht passiert - aber das steht auf einem anderen Blatt!
  • Eugen  Inauen 17.12.2016
    Seit Trump diese neue direkte Informations-Schiene ueber
    Twitter etc nutzt und die offiziellen Medien beiseite laesst
    keine Pressekonferenzen abhaelt sondern direkt Inter-
    net-Filme und Tweets verbreitet erreicht er das Volk
    auf direktem Wege, ohne New York Times,
    Washington Post, TV Anstalten. Es hat
    sich durch Trumps Taktik enorm
    viel veraendert. Die Fake News
    Kampagne ist aus dieser Sicht
    eine logische Gegenreaktion.
    Hillary sieht sich immernoch
    als Presidentin der USA
    man muss abwarten
  • beat  zwahlen 17.12.2016
    Ich bin heilefroh dass diese Clinton nicht gewählt wurde. Die sieht ja um jahre gealtert aus. Jetzt muss nur noch das merkel weg, dann haben wir das schlimmste hinter uns.
    • Herrjedermann  Rundherum aus Bern
      17.12.2016
      Es zeugt von Weitsicht und politischer Bildung, die Landesführer nach ihrem Aussehen zu wählen.