Angeblich Wasserstoff-Bombe gezündet: So rechtfertigt der irre Kim den jüngsten Atomtest

PJÖNGJANG - Die Erde bebte, als in Nordkorea diese Woche angeblich eine Wasserstoffbombe getestet wurde. Nun hat die Diktatur erstmals eine Erklärung für den Test abgegeben.

Die TV-Ansprache Kims wurde auch in Südkorea ausgestrahlt, wo sie wie im Bild am Bahnhof der Hauptstadt Seoul von der Bevölkerung verfolgt wurde. play
Die TV-Ansprache Kims wurde auch in Südkorea ausgestrahlt, wo sie wie im Bild am Bahnhof der Hauptstadt Seoul von der Bevölkerung verfolgt wurde. KEYSTONE/AP/AHN YOUNG-JOON

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Nordkorea hat seinen jüngsten Atomtest als notwendig für die Verteidigung des Landes bezeichnet. Dabei verwies es auf das Schicksal der langjährigen Machthaber im Irak und in Libyen, Saddam Hussein und Muammar al-Gaddafi.

Diese hätten der «Zerstörung» nicht entkommen können, nachdem ihnen «die Basis für nukleare Entwicklung» genommen worden sei, hiess es in einem Kommentar der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA gestern Abend. Die Geschichte habe bewiesen, dass «kraftvolle nukleare Abschreckung als das stärkste (...) Schwert dient, um Aggression von aussen zu verhindern.»

Von Pjöngjang zu fordern, seine Atomwaffen aufzugeben sei genauso sinnlos wie «der Wunsch, den Himmel herunterfallen zu sehen», schrieb KCNA. Saddam Hussein und Gaddafi hatten beide unter internationalem Druck ihre Atomwaffenprogramme aufgegeben müssen.

Südkorea, das als Reaktion auf den jüngsten Atomtest am Freitag die Propagandabeschallung des Nachbarlandes wieder aufgenommen hatte, bringe die koreanische Halbinsel an den «Rand des Kriegs», warnte KCNA.

Formal befinden sich Süd- und Nordkorea im Kriegszustand, weil nach dem Koreakrieg der Jahre 1950 bis 1953 kein Friedensvertrag geschlossen wurde. Pjöngjang droht immer wieder mit Angriffen auf Südkorea und die USA.

War es wirklich eine Wasserstoffbombe?

Am Mittwoch hatte Nordkorea verkündet, erfolgreich eine Wasserstoffbombe getestet zu haben, und damit international Empörung ausgelöst. Atomexperten und die US-Regierung bezweifeln allerdings, dass es sich tatsächlich um eine Wasserstoffbombe handelte.

Mehr zum Thema

Nordkorea hatte bereits in den Jahren 2006, 2009 und 2013 Atomtests vorgenommen. Der UNO-Sicherheitsrat verschärfte nach jedem Test die Sanktionen.

Derweil veröffentlichte Nordkorea Videoauszüge, die angeblich einen neuen Raketentest zeigen. Auf den vom Staatsfernsehen ausgestrahlten undatierten Bildern ist der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un in Wintermantel und Hut auf einem U-Boot zu sehen. Er schaut zu, wie eine Rakete unter Wasser abgeschossen und in der Luft gezündet wird.

Südkoreanische Medien vermuteten jedoch, dass es sich um eine Montage aus Aufnahmen eines Raketentests von vergangenem Monat sowie eines Tests von 2014 handelt. (SDA)

Publiziert am 09.01.2016 | Aktualisiert am 09.01.2016
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Erdbeben ausgelöst Irrer Kim testet Wasserstoffbombe

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4 Kommentare
  • Daniel  Lenzin 09.01.2016
    Sein Volk hungert und er wird immer fetter!!! Was will er da noch verteidigen? Sich selbst wahrscheinlich!!
  • Wolfgang  Gallin aus Berlin
    09.01.2016
    was hat das mit dem friedensvertrag zu tun? formal befinden sich die alliierten mit den deutschen ebenfalls im krieg. deutschland hat nach 70 jahren immer noch keinen friedensvertrag.
  • roland  rohrbach aus Binningen
    09.01.2016
    Wenn andere Länder auf Nukleare Entwicklung verzichten müssen, sollte das auch für alle anderen Länder gelten! Warum dürfen denn andere wie Frankreich , USA usw. Nuklear Test im Meer oder sonst wo ausführen?
    !
  • Oliver  Hardy 09.01.2016
    Kim redet immer von der Verteidigung seines Landes.Was will er den verteidigen?Sein hungerndes Volk sicher nicht.Von den 24 Mio.Einwohnern hungern ca.6Mio.Von 1994 bis 1999 kam es zu einer riesigen Hungersnot bei der ca.1Mio.Menschen starben.Kim ist ein Auslaufmodel früher oder später wird er gestürzt.Aber ob es dann besser wird?