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Der britische Konzern BP versucht es als Erfolgsmeldung zu verkaufen: Mit einem ins kaputte Bohrloch eingefügten könne man 1000 von täglich 5000 Barrel des ausströmenen Öls auffangen. Am folgenden Tag ist es schon das . Schliesslich sollen sogar täglich abgepumpt werden.
Führt BP die ganze Welt an der Nase herum? Eines steht fest: Es tritt nach wie vor Öl aus dem Leck in die Umwelt und verschmutzt das Meer und die angrenzenden Küsten im Golf von Mexiko. Das muss selbst BP zugeben.
Wie viel Öl gelangt tatsächlich ins Meer?
Und die Situation sieht jeden Tag schlimmer aus: Aus einem im Internet zu sehenden Live-Video vom Meeresgrund geht hervor, dass mehr Öl aus dem abgerissenen Steigrohr ins Wasser sprudelt als bisher von BP geschätzt.
Währenddessen breitet sich der Ölteppich immer weiter aus: An der Küste des US-Bundesstaates sind offenbar bereits Dutzende Kilometer des hochempfindlichen Marschlandes zerstört worden. Wie die örtlichen Behörden mitteilen, wurden 24 Meilen (rund 38 Kilometer) Schwemmland in der Gemeinde Plaquemines Parish durch das Öl verschmutzt.
«Dort ist alles tot», sagt Billy Nungesser, der Vorsteher der Gemeinde, dem US-Sender NBC. Der Ölteppich zerstöre das Schwemmland Zentimeter für Zentimeter und werde in den kommenden Wochen und Monaten weiter an die Küste gespült.
Kritik: US-Regierung vertraut BP-Informationen
Die US-Regierung verlangt nach wachsender Kritik an ihrem Krisenmanagement vom BP-Konzern, wichtige Informationen und Daten zur Ölpest umgehend zu veröffentlichen. Fachleute lasten der Regierung an, sich beim Einschätzen der Ölpest zu stark auf Angaben von BP zu verlassen statt eigene Untersuchungen durchzuführen. Hintergrund der Kritik ist wachsendes Misstrauen darüber, wie genau die BP-Angaben über den andauernden Ölaustritt sind.
Am 20. April war eine von dem britischen Ölkonzern BP betriebene Bohrinsel im Golf von Mexiko explodiert, dabei kamen elf Arbeiter ums Leben. Zwei Tage später sank die Plattform, seither strömen täglich riesige Mengen Öl aus. (SDA/noo)