Amokläufer richtet Blutbad an

WINNENDEN (D) – Horror in Deutschland: In Winnenden tötete ein 17-Jähriger bei einem Amoklauf insgesamt 15 Menschen! Dann erschoss ihn die Polizei.

  • Publiziert: 11.03.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

Der Amokläufer Tim K. stürmte heute Morgen kurz vor 9.30 Uhr die Albertville-Realschule in Winnenden und richtete ein fürchterliches Blutbad an. Mit schwarzer Kampfmontur bekleidet, erschoss er in seiner Raserei zehn Schüler!

Jetzt werden die ersten fürchterlichen Details seinen Amoklaufs bekannt. So soll er laut «Bild.de» in ein Zimmer drei Mal gegangen sein, habe den Schüler zugezischt: «Seid ihr immer noch nicht alle tot?» Dann habe er weiter abgedrückt.

Um 9.33 Uhr ging der erste Notruf bei der Polizei ein.

Währenddessen stürmte der Amokläufer nach draussen, erschoss auf seiner Flucht ein weiteres Opfer. Es handelt sich beim Täter um den 17-jährigen Tim K., ein Ex-Schüler der Realschule.

Schusswechsel mit Polizei

Anschliessend flüchtete er aus Winnenden. Auf seiner Flucht kipdnappte er einen Autofahrer, fuhr mit dessen VW Sharan ins 40 Kilometer weit entfernte Wendlingen.

Dort fuhr er ins Kaufhaus und tötet mit seiner Waffe zwei weitere Menschen. Beim Shoppingcenter Wendlingen kam es zu einer Schiesserei mit der Polizei. Zwei Polizisten wurden schwer verletzt. Auf einem Parkplatz endete schliesslich das Grauen. Die Polizei schiesst auf ihn, Tim K. starb an seinen schweren Verletzungen. Die Polizei meldete den Tod des Teenies.

Die traurige Bilanz des Amoklaufs: Neun Schüler, drei Lehrer, ein Angestellter einer schulnahen Klinik, zwei Passanten und der Täter kamen um.

An der Pressekonferenz sagte Innenminister Heribert Rech: «Der Tatablauf ist sehr dramatisch und dynamisch.» Die Polizei habe alles getan, was in ihrer Macht gestanden hätte.

Mehr als tausend Schüler wurden in Sicherheit gebracht. Die Polizei setzte bei der Suche nach dem Amoktäter auch Hunde und Helikopter ein. 1000 Beamte waren im Einsatz.

Waffen im Elternhaus!

Die Polizei durchsuchte sein Haus und fand Waffen, die seine Eltern aber legal zuhause gehabt haben. Ob eine dieser Waffen eingesetzt wurde, ist nicht bekannt. Das Schulgelände und die Stadt sind weiträumig abgesperrt.

Die Bluttat ruft Erinnerungen an den Amoklauf von Erfurt wach: Am 26. April 2002 hatte ein Ex-Schüler des Gutenberg-Gymnasiums innerhalb weniger Minuten 16 Menschen und dann sich selbst erschossen. (SDA/num)

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