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An einer Realschule im deutschen Winnenden knallte der 17-jährige Tim Kretschmer gestern 15 Menschen ab. Vor allem Frauen und Mädchen mussten dran glauben. Vielen von ihnen schoss er gezielt in den Kopf (Blick.ch berichtete). Danach beging Tim Selbstmord.
Doch der Chat-Kollege aus Bayern nahm Tim nicht ernst. Und die Drohung verhallte im Internet. Der Vater von Tims Chat-Kollege meldete sich gestern erst nach der Tat bei der Polizei.
An einer Pressekonferenz informierte die Polizei heute über die neusten Erkenntnisse: Tim habe die Waffe aus dem Schlafzimmer seiner Eltern genommen. Der Vater habe die übrigen Waffen in einem Tresor gelagert. Es sei möglich, dass Tim den Zahlencode dafür gekannt habe.
Sicher ist: Tims Vater bewahrte rund 4600 Stück Munition in einem Schrank auf – und Tim bediente sich daraus grosszügig. Allein im Schulhaus, wo Tim seinen Amoklauf startete, feuerte er 60 Schüsse ab! Insgesamt schoss der 17-Jährige gestern 112 Mal und tötete damit 15 Menschen.
Doch offenbar wollte Tim noch mehr Menschen umbringen: Als er sich, umstellt von der Polizei, selbst richtete, hatte er noch weit mehr als hundert Schuss übrig. Ohne das beherzte Eingreifen der Polizei hätte Tim, der seit 2008 wegen einer Depression behandelt wurde, noch viel, viel schlimmer wüten können. (noo/gux)
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Die Polizei Baden-Württemberg veröffentlichte Tims Chat-Eintrag auf ihrer Homepage. (Reuters)