Amazonas-Gebiet Ureinwohner töten sechs Goldgräber mit Pfeilen

BRASILIA (BRA) - Im Amazonas-Regenwald in Brasilien haben Ureinwohner sechs Goldgräber mit Pfeilen getötet.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Drama auf der Wildsau-Pirsch Jäger trifft Liebespaar – tödlich
2 Schweizer Mädchen Que (6) und Mutter wieder vereint Jetzt spricht...
3 Trump über Merkel, Aleppo und Nuklearwaffen Der Zerfall der EU ist...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
24 Kommentare
Fehler
Melden

Im Amazonas-Regenwald in Brasilien haben Ureinwohner sechs Goldgräber mit Pfeilen getötet. Vertreter der Ureinwohner hätten den Vorfall selbst gemeldet. Nach Angaben eines Polizeisprechers sind die Ursachen des Konflikts noch unklar.

Wie die brasilianische Behörde zum Schutz der indigenen Bevölkerung (Funai) am Freitag mitteilte, wurden die Männer, die im Amazonas-Gebiet im Bundesstaat Roraima an der Grenze zu Venezuela illegal Gold gesucht hatten, von Angehörigen vom Volk der Yanomami getötet.

Das Volk der Yanomami ist eine der grössten indigenen Gruppen, die noch weitgehend isoliert im Amazonas-Gebiet leben. Nach Angaben der Organisation Survival International, die sich für die Rechte der Ureinwohner einsetzt, gehören ihm rund 35'000 Menschen an. Das Indianervolk wurde in den vergangenen Jahrzehnten aber stark dezimiert, unter anderem durch Krankheiten, die illegale Goldsucher in ihr Siedlungsgebiet eingeschleppt hatten.

Verschmutzung und Viehzucht

Die Goldsucher werden zudem für die Verschmutzung von Flüssen und Wäldern im Amazonas-Gebiet verantwortlich gemacht. Der Lebensraum der Yanomami ist ausserdem durch Viehzüchter bedroht, die ihre Rinderherden am Rande ihres Territoriums weiden lassen.

Nach Angaben der Polizei wurden die sechs Goldsucher bereits Anfang November getötet, ihr Tod sei aber erst jetzt bestätigt worden. Die Polizei will nun gemeinsam mit Funai-Vertretern in die Region reisen, um den Vorfall zu untersuchen. Die Dorfbewohner wollen sich erst in einem persönlichen Gespräch zu ihren Motiven äussern, wie der Yanomami-Vertreter Junio Hekuari der Nachrichtenwebsite G1 sagte. (SDA)

Publiziert am 19.11.2016 | Aktualisiert am 19.11.2016
teilen
teilen
0 shares
24 Kommentare
Fehler
Melden

24 Kommentare
  • Jens  Goldmann 19.11.2016
    Bravo für diese Ureinwohner. Die Eindringlinge der weissen Rasse hat überall alles nur vernichtet, man denke mal an die Indianer in Amerika, die Mahoris in Neuseeland. Aboriginals in Australien. Alle haben gekuscht. Hoffe diese Menschen schaffen es und vernichen sämtliche Eindringlinge, dazu gehören Jäger, Forscher, Missionare, Goldgräber usw.
  • Roland  Mumenthaler aus Lima
    19.11.2016
    Leider gibts die verd... Goldsucher auch bei uns, sie verseuchen viele Hektaren Land und vertreiben die Leute, sowie viele einheimischen Tiere. Bin ab und zu im Urwald, es gibt nichts schoeneres, wenn man Tiere und Pflanzen, Blumen etc sehen will.
  • Thomas   Siegler aus Davos Platz
    19.11.2016
    Recht haben sie. Die hebgieriegen weissen haben sie schon zu lange betrogen, bestohlen, vergiftet und vertrieben. Wehret den Anfängen!
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    19.11.2016
    Das haben die Ureinwohner absolut richtig gemacht. Die Politik des Landes hilft ihnen nicht, also Selbstverteidigung des eigenen Landes, ein MUSS da die Politik nur für die eigenen Taschen sorgt, Eingeborene die es Wert sind beschützt zu werde intressieren Politiker LEIDER nicht. BRAVO und grossartige Ureinwohner des Amazonas.
    ewz
  • Umberto  Schweizer aus Merenschwand
    19.11.2016
    Eine Panikreaktion der an die Wand getriebenen Ureinwohner.
    Leider wird die rücksichtslose Rache der Weissen und ausbeutenden Geschäftsleute sie nun vierfach treffen.