Am Handy gespielt Fahrdienstleiter legt im Bad-Aibling-Prozess Geständnis ab

TRAUNSTEIN (D) - Im Prozess um das Zugunglück von Bad Aibling mit zwölf Toten hat der angeklagte Fahrdienstleiter ein Geständnis abgelegt. Er habe Signale falsch gestellt und während der Arbeit mit dem Handy gespielt.

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Im Prozess um das Zugunglück von Bad Aibling hat der angeklagte Fahrdienstleiter verhängnisvolle Fehler gestanden. Er räumte ein, ein Signal falsch gestellt sowie einen Notruf falsch abgesetzt zu haben. Er gestand auch, trotz eines Verbots während der Arbeit an seinem Handy gespielt zu haben.

Zugunglück von Bad Aibling: Geständnis von Fahrdiensleiter play
Der Angeklagte erschien mit verschränkten Armen und schwarzem Kapuzenpulli vor Gericht. REUTERS/Michael Dalder

Bei dem Bahnunglück in Oberbayern - einem der schwersten in der deutschen Nachkriegsgeschichte - wurden zwölf Menschen getötet und fast 90 Insassen der beiden Bahnen verletzt.

Der 40-jährige Bahnmitarbeiter richtete sich zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Traunstein in Oberbayern in einer persönlichen Erklärung an die Angehörigen der zwölf Toten: «Ich weiss, dass ich da am 9. Februar mir grosse Schuld aufgeladen habe». Seinen Fehler könne er nicht mehr rückgängig machen. «Ich möchte Ihnen sagen, dass ich in Gedanken bei Ihnen bin.»

Dem Angeklagten wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Er soll bis kurz vor dem Frontalzusammenstoss der beiden Züge am 9. Februar ein Fantasy-Rollenspiel auf seinem Smartphone gespielt haben.

Technische Probleme wurden in Gutachten ausgeschlossen. Der Fahrdienstleiter soll allein für das Unglück verantwortlich sein. Das Urteil soll am 5. Dezember verkündet werden. Die Höchststrafe für fahrlässige Tötung beträgt fünf Jahre. (gr/SDA) (SDA)

Publiziert am 10.11.2016 | Aktualisiert am 10.11.2016
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