Am Donnerstag Neuer Friedenspakt für Kolumbien wird unterzeichnet

BOGOTA - Die kolumbianische Regierung und die FARC-Rebellen wollen am Donnerstag einen neuen Friedensvertrag unterzeichnen. Es handle sich bei der Vorlage «um ein endgültiges Abkommen, das den Konflikt beenden und einen stabilen und dauerhaften Frieden herstellen» solle.

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Treffen der Unterhändler in Bogota: Die Konfliktparteien in Kolumbien unterzeichnen am Donnerstag den neuen Friedenspakt. KEYSTONE/EPA EFE/Prensa Alto Comisionado Paz/COMISIONADO PAZ HO

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Für die Unterzeichnung sei eine Zeremonie in einem Theater in der Hauptstadt Bogota vorgesehen, hiess es in einer am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Erklärung der Konfliktparteien. Das Abkommen solle dann dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt werden.

Die Neuverhandlung des Friedensvertrags war nötig geworden, nachdem eine erste Fassung in einem Referendum gescheitert war. Die FARC und die Regierung hatten sich Ende August nach vierjährigen Verhandlungen auf ein historisches Friedensabkommen geeinigt, um den mehr als 50 Jahre dauernden Konflikt zu beenden.

Am 26. September wurde der Vertrag unterzeichnet. Doch dann lehnte eine knappe Mehrheit der Bevölkerung den Vertrag Anfang Oktober in einem Referendum ab. Daraufhin begannen neue Verhandlungen in Havanna. Seit einigen Tagen liegt ein neuer geänderter Vertragstext vor. Auch diesen lehnt die parlamentarische Opposition in Kolumbien ab.

Die FARC-Guerilla hatte 1964 im Kampf gegen Grossgrundbesitzer und die Regierung zu den Waffen gegriffen. In den Konflikt waren neben der Armee auch andere linke Guerillagruppen wie die ELN, rechte Paramilitärs und die Drogenmafia verwickelt. In den vergangenen Jahrzehnten wurden dabei mehr als 260'000 Menschen getötet, 45'000 Menschen gelten als vermisst. (SDA/stj)

Publiziert am 23.11.2016 | Aktualisiert am 23.11.2016
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