Haider sei zum Zeitpunkt des Unfalls 142 km/h gefahren, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Klagenfurt. Doppelt sich schnell wie erlaubt!
An der Unfallstelle habe eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h gegolten.
Der Wagen des 58-jährigen Kärntner Regierungschefs kam nach einem Überholmanöver von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug überschlug sich mehrmals und blieb zertrümmert liegen. (sda)
Haiders Tod könnte rechtes Lager wieder einen
Nach dem Tod des Rechtspopulisten Jörg Haider wird auch für seine junge Partei Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) die Luft knapp. Allein dürfte sie nicht mehr lange überleben. Sie muss sich neu aufstellen und für Verhandlungen über die Bildung der österreichischen Regierung dürfte da kaum Zeit bleiben.
Eine grosse Koalition zwischen den Sozialdemokraten (SPÖ) und der konservativen Volkspartei (ÖVP) sei deshalb wahrscheinlicher als zuvor, sagten Politikwissenschaftler am Sonntag.
Ohne ihr Zugpferd muss sich das BZÖ nun entscheiden, ob es sich mit der FPÖ vereint oder eigenständig bleiben will. Noch am Abend von Haiders Tod bot die FPÖ der führungslosen Mannschaft des BZÖ die Rückkehr in die frühere Parteiheimat an. Haider hatte das BZÖ 2005 von der Freiheitlichen Partei (FPÖ) abgespalten.
FPÖ und BZÖ waren nach der Trennung verfeindet. Erst vor wenigen Tagen hatten sich die Parteien wieder angenähert. Zusammengenommen erreichten die beiden Parteien des rechten Lagers bei der Parlamentswahl vor zwei Wochen fast 29 Prozent der Stimmen. Zumindest rechnerisch würde ein erneutes Zusammengehen also Sinn machen. (sda/dct)
Petzner neuer Parteichef
Nach dem Tod von Jörg Haider hat das rechtspopulistische Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) am Sonntag den bisherigen Vizechef Stefan Petzner zum neuen Parteichef ernannt.
Die Entscheidung für den erst 27-jährigen Haider-Ziehsohn ist einstimmig gefallen. «Es sind sehr grosse Schuhe, aber ich werde gehen, nicht fallen», sagte Petzner.
Sein Ziel sei, im Sinne Haiders eine erneute Grosse Koalition in Österreich zu verhindern. «Eine Wiedervereinigung mit der FPÖ ist kein Thema». Bis jetzt. (sda/dct)