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Ständige Ehestreitigkeiten, keine geregelten Mahlzeiten, Desinteresse an den Kindern – das sind nur einige der Vorwürfe von Levi Johnston, dem Ex-Freund von Sarah Palins Tochter Bristol. In einem Interview mit dem Magazin «Vanity Fair», das am 8. September erscheint, packt er über die ach so heile Vorzeigefamilie aus – und lässt kein gutes Haar an Politikerin Palin.
Reinste Mogelpackung
Levi Johnston, der lange Zeit im Haus der Familie Palin ein und aus ging, bezeichnet seine Fast-Schwiegermutter als eine reine Mogelpackung. Ihre Selbstdarstellung als «Hockey-Mum» sei erstunken und erlogen. Sie sei mehr eine Rabenmutter, hetzt Johnston: «Sarah kocht nicht, ihr Mann auch nicht – die Kinder müssen alles selbst machen: kochen, putzen, Wäsche waschen, sich auf die Schule vorbereiten.» Meistens habe Bristol ihrer kleinen Schwester bei den Hausarbeiten geholfen, während er ein Stück Fleisch auf den Grill gehauen habe.
Noch lächerlicher sei aber die Behauptung von Sarah Palin, sie würde jagen gehen und das Fleisch dann auf den Tisch bringen. «Ich habe sie nie jagen gesehen, geschweige denn angeln. Sie hat zwar eine Waffe unter ihrem Bett, aber sie hat keine Ahnung, wie man schiesst. Sie hat mich sogar mal gefragt, ob ich ihr das Schiessen nicht beibringen könne.»
Durch Adoption Schwangerschaft vertuschen
Das gemeinsame Kind, das Levi Johnston mit Bristol hat, habe die Politikerin adoptieren wollen. «Ich glaube sie wollte nicht, dass die Leute wissen, dass ihre 17 Jahre alte Tochter ein Baby bekommen wird», erzählt Johnston. Das hätte der erzkonservativen Politikerin im Wahlkampf um die Vizepräsidentenstelle geschadet – was es auch tat.
Und der Teenager setzt noch einen drauf: Sarah Palin sei aus reiner Geldgier von ihrem Amt als Gouverneurin von Alaska zurückgetreten. «Ein, zwei Wochen nach der verlorenen Präsidentschaftswahl sprach sie darüber, wie schön es wäre, zu kündigen und mit einem Buch oder einer TV-Show dreimal so viel Geld zu verdienen.» Die Bewohner Alaskas seien ihr total egal.
Jetzt schreibt sie ihre Memoiren
Das Projekt «Buch schreiben» hat die Ex-Gouverneurin tatsächlich nach ihrem Rücktritt sofort in Angriff genommen. Und worüber lässt sich besser schreiben, als über ihr eigenes Leben als «Hockey-Mum» und begeisterte Jägerin? Ihr Vater, Chuck Heath, kann das bestätigen: Seine Tochter frage per E-Mail immer wieder nach Daten aus der Vergangenheit, beispielsweise wie viele Punkte sie in einem bestimmten Basketballspiel erzielt habe. (s5j)