Aleppo vor Rückeroberung durch Assad? 230'000 Menschen zittern vor der grossen Schlacht

Die Bewohner von Aleppo erwarten demnächts einen Vorstoss der Regierungstruppen auf die nordsyrische Stadt. Wer kann, bringt sich in der Türkei in Sicherheit.

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Dank der Unterstützung aus der Luft durch die russische Armee machen die syrischen Regierungstruppen von Machthaber Baschar al-Assad Boden gut. In der Umgebung der nordsyrischen Stadt Aleppo rücken sie offenbar jeden Tag etwas weiter vor. Kommt es jetzt zur Rückeroberung aus den Händen der Rebellen oder Terroristen, wie die syrische Regierung ihre Gegner bezeichnet?

Wer es sich von den verbleibenden Bewohnern der ehemals 2,3 Millionen Einwohner zählenden Stadt leisten kann, begibt sich in der Türkei in Sicherheit. Der Rest rüstet sich für das Schlimmste, legt Vorräte an, baut Tunnel. Etwa 230'000 seien derzeit noch in Aleppo, wie es heisst.

Nachschubroute gekappt

Über die Stadt Idlib und die westliche Grenze ist den Menschen aus Aleppo derzeit noch ein Fluchtweg in die Türkei offen. Die Route an die Nordgrenze wurde Anfang Februar durch die Regierungstruppen gekappt – sie hatte auch als Nachschubroute für die Regierungsgegner gedient.

Ein Journalist der deutschen Nachrichtenseite «welt.de» sprach mit Kämpfern, die sich in Aleppo auf die Entscheidungsschlacht vorbereiten. Abu Fares, sprecher der in Aleppo aktiven Schami-Front: «Ja, wir sind auf die Belagerung vorbereitet.» Man habe sichere Waffen- und Munitionslager angelegt. «Verteidigungsanlagen stehen, und es gibt eine gemeinsame Einsatzzentrale der meisten Rebellengruppen der Stadt.»

Auch die Spitäler haben die nötigen Vorkehrungen getroffen. «Wir haben insgesamt elf Krankenhäuser und ein Dialysezentrum, die alle gut ausgestattet sind», sagt der Direktor des Freien Gesundheitsdienstes, Jassir Darwisch. «Wir können sechs Monate ohne Nachschub auskommen.» (noo)

Publiziert am 16.02.2016 | Aktualisiert am 16.02.2016
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Aufnahmen aus dem Bombenhagel Der brutale Alltag in Syrien

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15 Kommentare
  • Martin  Baumann 16.02.2016
    Man darf nicht vergessen dass die sog. Rebellen und Terroristengruppen 2012/13 und im Juli 2015 wenig beachtete Offensiven auf Aleppo gestartet hatten und hunderte von Granaten auf die Stadt verschossen und Selbstmordattentate verübten. Nicht jede Zerstörung, jeder Tote und jeder Vertriebene in der Stadt gehen auf das Konto von Assad.
  • Dracomir  Pires aus Bern
    16.02.2016
    Aleppo ist zu wünschen, dass Assads Truppen einmarschieren sowie die IS-Kopfabschneider vernichten und die Islamisten in die Wüste schicken. Ers dann ist dort der Krieg vorbei. Das gilt nicht nur für Aleppo, sonder für ganz Syrien.
  • süleyman  kovanci 16.02.2016
    Als vor einigen monaten putin krim einverleibte und den osten ukraine in schutt und asche bombte und immernoch bombt,waren alle putinversteher hier,gegen putin.Und jetzt sind alle auf der seite des despoten,wisst ihr warum ? er tötet ja nur muslime !
    • lui  chinotto 16.02.2016
      Herr Kovanci. Tja das werden sich alle Muslime in den arabischen Ländern von den Christen auch denken und sagen: Es sind ja nur Christen. Gehen Sie doch zurück in die Türkei. Hier sind sie fehl am Platz
    • Dracomir  Pires aus Bern
      16.02.2016
      Genau, Assad hat die Christen in Frieden gelassen. Endlich gehe ich mal mit Ihnen einig.
  • Thomas  Hager aus Luzern
    16.02.2016
    Kein Problem, das werden dann keine Flüchtline sondern Wirtschaftsimigranten.
  • Hans  Scheidegger 16.02.2016
    Aleppo ist nicht die einzige Stadt und Region in Syrien und im Irak, um welche die zahlreiche Konfliktparteien unerbittlich kämpfen. Die noch lange andauernden Kämpfe und die massive Zerstörungen verursachen nicht nur unsägliches Leid in der Zivilbevölkerung mit Zehntausenden von Toten, sondern sind auch die Ursache für den weiteren Anstieg der Flüchtlingsströme. Die unterschiedlichen Zielsetzungen der Kriegsgegner kennen kaum Menschlichkeit und legen auch Vieles einfach in Schutt und Asche.