TENNESSEE - Sie sieht aus wie das freundliche Grosi von nebenan. Doch die Nonne Megan Rice ist eine knallharte Anti-Atom-Aktivistin. Gemeinsam mit zwei Komplizen knackte sie ein Hochsicherheitsgebäude.
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Die drei stolzen Aktivisten mit einem Plakat.
(Reuters)Diese rüstigen Rentner machten den Sicherheitsleuten letzte Woche das Leben schwer. Drei Senioren brachen in Oak Ridge, im US-Bundesstaat Tennessee, in eine schwer bewachte Atomanlage der USA ein. Die einzige, in der Uran gelagert und verarbeitet wird.
Die 82-jährige Nonne Megan Rice und ihre beiden Komplize Michael Walli (63) und Greg Boertje-Obed (57) müssen nun mit einer Klage wegen Hausfriedensbruch und Vandalismus rechnen.
Die drei Anti-Atom-Aktivisten hatten den Zaun rund um das Nukelar-Gebäude geknackt. In der Anlage wird hoch angereichertes Uran gelagert, ein wichtiger Bestandteil um Atombomben zu bauen.
An die Fassade der Anlage malten die drei Senioren nicht nur Anti-Atom-Parolen, sie beschmierten die Wände nach eigenen Aussagen auch mit menschlichem Blut. Um 4.30 Uhr letzten Samstag wurden sie dann festgenommen.
Während sich die drei auf dem Gelände der sogenannten Y-12-Anlage bewegten, wurde durch Sensoren zwar Alarm beim Sicherheitspersonal ausgelöst. Es blieb ihnen aber noch genügend Zeit, ihre «Arbeit» zu machen.
Das Blut hätten sie an die Wände geschmiert, um daran zu erinnern, welch schreckliches Blutvergiessen Atomwaffen auslösten. Offenbar sind Rice, Walli und Boertje-Obed durch verschiedene Zäune eingebrochen und hätten über zwei Stunden gebraucht, bis sie das Atom-Gebäude erreichten um dort Plakate aufzuhängen und Parolen zu sprayen, schreibt «DailyMail.co.uk».
Ein peinlicher Vorfall sowohl für das nationale Nuklear-Amt, sowie das angestellte Sicherheitspersonal. Denn erst nach dem dem 11. September 2001 war die Anlage mit hochmoderner Sicherheitstechnik neu ausgerüstet worden.
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