Iran bleibt unversöhnlich Ahmadinedschad will selber Uran anreichern

  • Publiziert: 07.02.2010, Aktualisiert: 02.01.2012

TEHERAN – Neue Wende im Atomstreit zwischen dem Iran und dem Westen: Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat entschieden, dass sein Land niedrig angereichertes Uran selber auf 20 Prozent bringt.

Das teilte der Präsidentam Sonntag in einer Ansprache mit, die vom Staatsfernsehen live übertragen wurde. Er habe Ali-Akbar Salehi, den Direktor der iranischen Atomenergie-Organisation, angewiesen, mit der Produktion zu beginnen, sagte Ahmadinedschad.

Weiterhin verhärtete Fronten

Noch vor wenigen Tagen hatte der iranische Staatschef angedeutet, im Atomstreit einzulenken und einen Vertrag zum Uran-Austausch mit den Nuklearmächten abzuschliessen.

Der Westen drängt den Iran seit Monaten, einem Vorschlag zur Urananreicherung in Frankreich und Russland anzunehmen. Demnach sollte niedrig angereichertes Uran (3,5 Prozent) aus dem Iran im Ausland auf 20 Prozent gebracht werden, um dann als Brennstoff für einen Forschungsreaktor in Teheran genutzt zu werden.

Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich am Bau der Atombombe zu arbeiten. Die Führung in Teheran hat das stets zurückgewiesen. (SDA/b35)

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