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Knapp acht Wochen nach seiner von Betrugsvorwürfen überschatteten Wiederwahl hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad heute vor dem Parlament in Teheran den Amtseid abgelegt.
Ahmadinedschad war nach der umstrittenen Wahl vom 12. Juni offiziell zum Sieger erklärt worden. Die Opposition erkennt die Wahl nicht an und spricht von Betrug.
Aus Sorge vor möglichen neuen Protesten hatte ein Grossaufgebot an Polizei und freiwilligen Milizen schon vor der Amtseinführung rund um das Parlamentsgebäude Stellung bezogen.
Neues Kabinett vorstellen
Der ultrakonservative Präsident muss jetzt innerhalb der nächsten zwei Wochen im Parlament sei neues Kabinett vorstellen. Wie staatliche Nachrichtenagentur Irna gestern berichtet hatte, will Ahmadinedschad sein Kabinett umbilden und den Posten des Aussenministers neu besetzen.
Amtsinhaber Manucher Mottaki soll durch einen der derzeitigen Vizepräsidenten, Parwis Dawudi oder Ahmad Mussawi, ersetzt werden. Ahmadinedschad hatte in der Vergangenheit mehrmals betont, der Iran wolle in den nächsten vier Jahren einen härteren Kurs in der Aussenpolitik einschlagen. Dabei geht es insbesondere um das international umstrittene Atomprogramm. (SDA/gca)