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Tragisch: Dalilah war erst gerade zwanzig Jahre alt geworden. Und sie war sportlich: eine Leichtathletin, die in Marokko und Algerien mehrere Laufwettbewerbe gewonnen hatte. Vor eineinhalb Jahren wanderte die Marokkanerin nach Spanien aus. Hier wurde sie nicht nur schwanger, sie infizierte sich auch mit dem H1N1-Virus.
Die Infektion mit dem Virus zog eine Lungenentzündung nach sich, und der Zustand der im siebten Monat schwangeren Dalilah verschlechterte sich rapide. Zuletzt hatten die Ärzte keine Wahl mehr: Sie mussten das Kind zwei Monate zu früh per Kaiserschnitt zur Welt bringen.
Dalilahs Sohn ebenfalls krank?
Die Ärzte untersuchen nun, ob der kleine Bub ebenfalls mit der Schweinegrippe infiziert ist. Wo sich seine Mutter infiziert haben könnte, ist derzeit unklar. Sie sei in jüngster Zeit nicht ins Ausland gereist, hiess es an der Pressekonferenz von heute Nachmittag.
In Europa hatte es zuvor zwei bestätigte Schweinegrippe-Todesfälle gegeben, beide in Grossbritannien. Bei einem dritten Fall auf der Insel ist unklar, ob tatsächlich das H1N1-Virus den Tod verursachte.
Drei Spanier in Lebensgefahr
In Spanien wurden bisher 717 Fälle von Schweinegrippe registriert. In fast allen Fällen verlief die Krankheit harmlos – allerdings schwebten gestern drei Infizierte in Lebensgefahr.
Weltweit starben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits mehr als 300 Menschen an der Schweinegrippe. Die meisten Todesfälle gab es demnach in den USA (127) und Mexiko (116). Weltweit wurden bisher rund 70000 Schweinegrippefälle festgestellt. (SDA/gux)