Abgas-Skandal: VW will Arbeitern T-Shirts streichen

Wolfsburg – Die Manager bei Volkswagen durchleuchten derzeit den gesamten Konzern, um mögliches Sparpotenzial auszumachen. Der jüngste Vorschlag bringt nun aber Betriebsratschef Bernd Osterloh gehörig auf die Palme.

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Laut Osterloh gibt es bei VW allen Ernstes Bestrebungen, die T-Shirts mit dem Firmenlogo als Teil der Arbeitskleidung abzuschaffen. Das sagte der Betriebsratschef am Dienstag bei einer Versammlung vor gut 20'000 Mitarbeitern.

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Unternehmenskreisen erfuhr, verliefen die Gespräche zum T-Shirt-Sparen aber ergebnislos. Die Debatte sei vertagt worden.

Osterloh hatte bei der Betriebsversammlung den Plan zur Abschaffung der T-Shirts als «indiskutabel» zurückgewiesen. Er kündigte an, notfalls die Gewerkschaft IG Metall für T-Shirts einzuspannen. «Ich weiss schon, was dann auf den T-Shirts geschrieben steht: Die IG Metall lässt Dich nicht ohne Hemd dastehen».

«Volkswagen könnte Milliarden sparen, wenn die richtigen Hebel bewegt und die Prozesse eingehalten werden. Aber dass unsere Kolleginnen und Kollegen unter ihren Latzhosen künftig mit freiem Oberkörper arbeiten sollen - das machen wir nicht mit», sagte der erboste Betriebsratschef.

Ob der Vorstoss womöglich eine Einzelmeinung darstellt oder tatsächlich offiziell vom Management als Sparvorhaben abgesegnet ist, liess sich am Freitag zunächst nicht verbindlich klären. Ein VW-Sprecher sagte: «Es gibt zahlreiche interne Vorschläge und Ideen zur Einsparung von Kosten. Wir haben nicht vor, jeden einzelnen öffentlich zu kommentieren.» (SDA)

Publiziert am 11.03.2016 | Aktualisiert am 19.04.2016
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VW-Betriebsratschef Osterloh ist fassungslos: «Dass unsere Kolleginnen und Kollegen unter ihren Latzhosen künftig mit freiem Oberkörper arbeiten sollen - das machen wir nicht mit». play
VW-Betriebsratschef Osterloh ist fassungslos: «Dass unsere Kolleginnen und Kollegen unter ihren Latzhosen künftig mit freiem Oberkörper arbeiten sollen - das machen wir nicht mit». KEYSTONE/AP dapd/ECKEHARD SCHULZ

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