Regenzeit kommt: 750`000 Haitianer haben kein Dach über dem Kopf
PORT-AU-PRINCE – Haiti drohen nach dem Erdbeben weitere Katastrophen. Spätestens im Mai beginnt die Regenzeit und im Juli die Hurrikan-Saison.
Aktualisiert um 20:19 | 08.02.2010
Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti sorgen sich die Vereinten Nationen jetzt um den Beginn der Regenzeit. «Spätestens im Mai, vermutlich früher kommt der Regen», sagte die UNO-Koordinatorin für humanitäre Hilfe in Haiti, Kim Bolduc, heute in Port-au-Prince.
Das bedeute, dass noch zwei Monate blieben, um Hunderttausenden Menschen eine Unterkunft zu beschaffen, hielt Bolduc fest. «Bisher konnten wir 50´000 Familien ein Dach geben, das sind 250´000 Menschen. Das heisst aber auch, dass 750´000 Menschen noch unversorgt sind», sagte sie. Die 200´000 Zelte, die die UNO von den Mitgliedsstaaten angefordert haben, dürften kaum reichen.
Plastikplanen als Regendach
Notfalls müssten erst einmal die vorhandenen Zelte mit Plastikplanen regensicher gemacht werden. «Aber spätestens im Juli beginnt auch die Hurrikansaison. Die Wirbelstürme haben Haiti in den vergangenen Jahren besonders schwer getroffen, deshalb müssen wir für sturmsichere Unterkünfte sorgen», forderte die UNO-Koordinatorin.
Spezialbauteile werden derzeit mit dem Flugzeug herangeschafft. Inzwischen hätten zwei Millionen Menschen Reis für mindestens zwei Wochen bekommen, berichtete Bolduc. Damit seien 95 Prozent der Überlebenden versorgt, aber diese Aufgabe stelle sich ja ständig neu.
Ausserdem müssten Kranken- und Waisenhäuser extra versorgt werden. Nach wie vor sei es schwierig, Hilfsgüter heranzuschaffen. «Der Seehafen ist nur zum Teil nutzbar, der Flughafen ist völlig überlastet. Und die Strasse aus der Dominikanischen Republik ist bei Regen überschwemmt», sagte Bolduc. (SDA/gca)
Das bedeute, dass noch zwei Monate blieben, um Hunderttausenden Menschen eine Unterkunft zu beschaffen, hielt Bolduc fest. «Bisher konnten wir 50´000 Familien ein Dach geben, das sind 250´000 Menschen. Das heisst aber auch, dass 750´000 Menschen noch unversorgt sind», sagte sie. Die 200´000 Zelte, die die UNO von den Mitgliedsstaaten angefordert haben, dürften kaum reichen.
Plastikplanen als Regendach
Notfalls müssten erst einmal die vorhandenen Zelte mit Plastikplanen regensicher gemacht werden. «Aber spätestens im Juli beginnt auch die Hurrikansaison. Die Wirbelstürme haben Haiti in den vergangenen Jahren besonders schwer getroffen, deshalb müssen wir für sturmsichere Unterkünfte sorgen», forderte die UNO-Koordinatorin.
Spezialbauteile werden derzeit mit dem Flugzeug herangeschafft. Inzwischen hätten zwei Millionen Menschen Reis für mindestens zwei Wochen bekommen, berichtete Bolduc. Damit seien 95 Prozent der Überlebenden versorgt, aber diese Aufgabe stelle sich ja ständig neu.
Ausserdem müssten Kranken- und Waisenhäuser extra versorgt werden. Nach wie vor sei es schwierig, Hilfsgüter heranzuschaffen. «Der Seehafen ist nur zum Teil nutzbar, der Flughafen ist völlig überlastet. Und die Strasse aus der Dominikanischen Republik ist bei Regen überschwemmt», sagte Bolduc. (SDA/gca)
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