622 Festnahmen nach Vorstadt-Krawallen: In Frankreich brannten über Silvester über 800 Autos

PARIS - In der Silvesternacht ist es in den französischen Vorstädten wieder zu schweren Unruhen gekommen.

Soziale Unruhen werfen Frankreich kurzfristig aus der Bahn. Was als Vorstadt-Krieg um Paris beginnt, greift bald auf die gesamte Nation über. In den nicht enden wollenden Krawallnächten häufen sich Brandanschläge, Verletzte und Verhaftungen. Experten sehen im Ausbruch der Gewalt einen Ausdruck für die Ohnmacht vieler Jugendlicher nord- oder schwarzafrikanischer Herkunft. Prekär: Sie haben nichts zu verlieren. play
Soziale Unruhen werfen Frankreich immer wieder aus der Bahn (Symbolbild). Keystone

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In der Silvesternacht sind nach Angaben des französischen Innenministeriums mehr als 800 Fahrzeuge im ganzen Land angezündet worden. Dies seien 14,5 Prozent weniger als zum Jahreswechsel 2014/2015, teilte Innenminister Bernard Cazeneuve heute auf Twitter mit.

Brennende Autos zum Jahreswechsel sind vor allem in sozialen Problemvierteln zum Trend geworden. Oft sind es Jugendliche, die damit gegen ihr Schicksal protestieren und Frust auf das System loswerden wollen.

622 Menschen seien vorläufig festgenommen worden, doppelt so viel wie beim letzten Jahreswechsel, hiess es in einer Mitteilung des Ministeriums. 368 von ihnen wurden in Polizeigewahrsam genommen, wobei die näheren Umstände nicht erläutert wurden.

Die Silvesternacht stand in Frankreich sieben Wochen nach den Anschlägen vom 13. November unter scharfem Polizeischutz. (SDA)

Publiziert am 01.01.2016 | Aktualisiert am 01.01.2016
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11 Kommentare
  • Susanne  Keller aus Basel
    02.01.2016
    Tja und dann gibt es leider noch sehr sehr viele junge Leute, selber erlebt, die kennen nur die Forderung. Mal selber anstrengen um was zu erreichen, null Bock. Bis anhing ging es ja auch anders, entweder haben die Eltern oder sonst eine treuherzige Institution bezahlt, oder den Teppich ausgebreitet. Und wenn die Allgemeinheit nicht spurt wird Raudau gemacht.
  • Kurt  Brun 02.01.2016
    Wenn man die vielen Daumen nach unten betrachtet, ist auch klar, welchen Bildungsstand viele Blickleser haben. Freue mich auf viele Daumen runter....
  • roland  rohrbach aus Binningen
    02.01.2016
    Es wird noch schlimmer werden in Europa, weil viele Menschen Ausgegrenzt Keine Arbeit und am Leben nicht mehr Teilhaben können. Der Mittelstand wird immer mehr Ausgeblutet um noch nach mehr Gewinnmaximierung und Gier zu streben! Der Kapitalismus ist an seine Grenze gestossen. Da immer mehr von unten nach oben Umverteilung stattfindet, werden immer mehr Menschen in die Armut getrieben. Oder wollen die Reichen dieses Spiel Bewusst spielen?
  • Hans  Müller 02.01.2016
    Ach ja. Die bereichernde Zuwanderung... Und statt diesen Zustrom endlich abzuklemmen wird munter weiter"integriert". Mit Riesenerfolg wie man sieht. Und ist ja klar dass die Schweiz ein solches europäisches Erfolgsmodell kopieren muss weil sie sonst ja verarmen würde.
    • Oliver  Schlottmann aus Estavayer-le-Lac
      02.01.2016
      Sorry, ist aber gar nicht vergleichbar. Dort geht es auch um die zweiten und dritten Generationen. Erklaeren Sie dort einem jungen Erwachsenen, in Frankreich geboren, dass er keinen Job bekommt, weil er Achmed heisst..? Um so wichtiger ist eine gute Integration. Dort wollen sehr viele junge Leute, aber Sie koennen nicht! Da ist es einfach, aus der warmen CH-Stube zu urteilen.
    • Hans  Müller 02.01.2016
      Schlottmann: Es geht fast immer um die zweite und dritte Generation. Das macht es ja leider nicht besser. Und was erwartet man denn, dass der rote Teppich auf den lieben Achmed wartet? Es gibt halt nicht genügend Jobs für diese Leute, kein Wunder bei dieser Bildungsferne und Anspruchshaltung, mit der sie gekommen sind.
  • Studer  Werner 02.01.2016
    Warum ist es in Spanien nicht so wie in Frankreich? Wer überlegt, weiss die Antwort. Sollten sich in der Schweiz in ein paar Jahren ähnliches abspielen, will Niemand an der Entwicklung schuld sein und man wird Ursachenforschung anstellen bis zum Geht nicht mehr, obwohl alles vorhersehbar war!