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Der Gewalt im Zusammenhang mit dem Drogenschmuggel in Mexiko sind seit Jahresanfang mehr als 3000 Menschen zum Opfer gefallen, wie die Staatsanwaltschaft am Wochenende mitteilte. Ein von Präsident Felipe Calderon angeordneter Einsatz des Militärs konnte die Gewalt bislang nicht eindämmen. Allein am Wochenende wurden in Tijuana zwölf Leichen Ermordeter gefunden, wie mexikanische Medien berichteten.
Zudem wurden bei zwei gleichzeitigen Schiessereien zwischen Kriminellen ein Mensch getötet und mindestens sechs verletzt. Die Täter rasten gemäss Medien mit insgesamt zwölf nagelneuen Jeeps durch die Stadt und waren auch mit kugelsicheren Westen und Polizeifunkgeräten ausgerüstet.
Bürgermeister getötet
Auch im beliebten Kurort Ixtapan de la Sal wurde am Sonntag ein grausames Verbrechen verübt. Bürgermeister Salvador Vergara wurde auf offener Strasse von mutmasslichen Mitgliedern der Drogenmafia getötet. In seinem Auto wurde er von mindestens 15 Kugeln getroffen. Drei Begleiter des Bürgermeisters wurden verletzt.
Die Angreifer gehörten laut einem Medienbericht zu einem Ableger des Golf-Drogenkartells aus dem Nordosten Mexikos. Ixtapan de la Sal vor den Toren der Hauptstadt Mexiko-Stadt ist wegen seiner Thermalquellen bekannt.
Drogenbande setzt Belohnung aus
Das Golf-Kartell setzte am Sonntag eine Belohnung von fünf Millionen Dollar für Hinweise auf die Täter aus, die Mitte September einen Bombenanschlag in der Stadt Morelia verübt hatten. Dabei waren acht Menschen getötet worden. Die Mitteilung über die Belohnung, mit der die Drogenbande zugleich jede Beteiligung an der Tat zurückwies, wurde auf grossen Plakaten gemacht, die an Brücken im Norden des Landes hingen. (SDA/gux)