
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
play
Rauchverbot: Wer solls kontrollieren? (Keystone)
Ab heute gilts ernst für die Raucher im Kanton St. Gallen und in Österreich. Im ostschweizerischen Kanton gilt das verschärfte Rauchverbot: Rauchen ist nur noch in Fumoirs erlaubt, und in diesen darf nicht mehr bedient werden. Das Problem: Wer kontrolliert das? Eigentlich sind kantonale Behörden und in der Stadt St.Gallen die Polizei zuständig.
Aber die Raucher können aufatmen: Systematische Kontrollen wird es nicht geben. Der Aufwand sei zu gross, sagt Mediensprecher Benjamin Lütolf.
Rauch-Sheriffs verzeigen Wirte
Und bei den Ösis? Ab heute gilt landesweit das neue, schärfere Rauchverbot. Rauchen ist nur in Fumoirs erlaubt. Die Bussen sind happig. Rauchende Gäste zahlen umgerechnet rund 1400 Franken, der Wirt selber sogar 14000. Für die Überwachung sind die Länder zuständig. Doch die haben kein Geld für Kontrolleure.
Trotzdem ist nicht einfach frohes Paffen angesagt. Dafür will Dietmar Erlacher aus Tirol sorgen, berichtet «oe24.at». Der Robin Hood der Nichtraucher ist der Boss einer Truppe von 500 Rauch-Sheriffs. Seit eineinhalb Jahren hocken sie in Beizen und verzeigen Wirte, die rauchen lassen. Schon 15‘000 Anzeigen haben sie eingereicht.
«Ab heute geht’s richtig los», gibt sich Erlacher ganz kämpferisch. Dass er kein Risiko scheut, hat er schon mehrfach bewiesen: Er sei schon viermal von aggressiven Rauchern verprügelt worden, erzählt er stolz. (snx)