Proteste gegen Berlusconi: 45`000 Frauen stehen «nicht in seinem Dienst»
ROM – Berlusconi ringt um sein politisches Überleben: Während ihm in Italien 45'000 Frauen übers Maul fahren, sucht der angeschlagene Premier den Sündenbock im Ausland.
Aktualisiert um 16:17 | 11.10.2009
Die Auslandspresse sei schuld an seiner ungemütlichen Lage, findet Berlusconi. «Sie zieht den Premier, die Demokratie und unser Land in den Dreck, wetterte der italienische Regierungschef heute an einem Parteianlass. Im Ausland macht er eine «anti-italienische Gesinnung» aus, der die Errungenschaften seines Heimatlandes schädige.
Dass Berlusconi gerade jetzt versucht, dem Ausland die Schuld für seine Regierungskrise in die Schuhe zu schieben, scheint ein verzweifelter Ablenkungsversuch zu sein. Denn im eigenen Land weht ihm ein immer heftigerer Wind entgegen.
Seit neustem bezeugen auch 45´000 italienische Frauen, dass sie sich von ihrem Premier beleidigt fühlen. Professorinnen und Journalistinnen haben eine Unterschriftensammlung gegen Silvio Berlusconi in die Wege geleitet. Sie protestieren damit gegen sexistische Bemerkungen von Italiens Ministerpräsident.
Die Initiative wurde gestartet, nachdem der Berlusconi in einer TV-Politshow vergangene Woche die prominente Oppositionspolitikerin Rosy Bindi beleidigt hatte. Als ihn Bindi wiederholt wegen seiner Attacken gegen die Verfassungsrichter und Verschwörungstheorien kritisierte, antwortete Berlusconi höhnisch: «Ich stelle fest: Sie sind schöner als intelligent.»
Der Konter kam postwenden: «Ich bin eine Frau, die nicht in ihrem Dienst steht», erwiderte Bindi. Ein deftiger Seitenhieb gegen Berlusconi, der wegen seiner Skandale um Sexpartys mit Prostituierten seit Monaten in den Schlagzeilen steht. (SDA/bih)
Dass Berlusconi gerade jetzt versucht, dem Ausland die Schuld für seine Regierungskrise in die Schuhe zu schieben, scheint ein verzweifelter Ablenkungsversuch zu sein. Denn im eigenen Land weht ihm ein immer heftigerer Wind entgegen.
Seit neustem bezeugen auch 45´000 italienische Frauen, dass sie sich von ihrem Premier beleidigt fühlen. Professorinnen und Journalistinnen haben eine Unterschriftensammlung gegen Silvio Berlusconi in die Wege geleitet. Sie protestieren damit gegen sexistische Bemerkungen von Italiens Ministerpräsident.
Die Initiative wurde gestartet, nachdem der Berlusconi in einer TV-Politshow vergangene Woche die prominente Oppositionspolitikerin Rosy Bindi beleidigt hatte. Als ihn Bindi wiederholt wegen seiner Attacken gegen die Verfassungsrichter und Verschwörungstheorien kritisierte, antwortete Berlusconi höhnisch: «Ich stelle fest: Sie sind schöner als intelligent.»
Der Konter kam postwenden: «Ich bin eine Frau, die nicht in ihrem Dienst steht», erwiderte Bindi. Ein deftiger Seitenhieb gegen Berlusconi, der wegen seiner Skandale um Sexpartys mit Prostituierten seit Monaten in den Schlagzeilen steht. (SDA/bih)
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