4400 Bolivar für einen Dollar Venezolaner zahlen mit Plastiksäcken voller Geld

CARACAS - Die Hyperinflation hat Venezuela fest im Griff. Derweil muss die Bevölkerung mit ganzen Geldbergen zahlen. So ist ein Dollar mittlerweile 4400 Bolivar-Scheine wert.

Venezuela: Grössere Geldscheine gegen Hyperinflation play
Ein Bündel mit 100-Bolivares-Scheinen - es dürfte wegen der Hyperinflation kaum mehr als einen Dollar wert sein. (Archiv) MIGUEL GUTIERREZ

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Das Rattern der Geldzählmaschinen ist in Venezuela zum dominierenden Alltagsgeräusch geworden. Um mit der galoppierenden Inflation Schritt zu halten, führt das Land mit den grössten Ölreserven der Welt nun grössere Banknoten ein.

Denn auf dem Schwarzmarkt werden derzeit der Seite «Dolar Today» zufolge für einen Dollar bis zu 4400 Bolívares gezahlt. Das macht 44 Scheine á 100 Bolívares für einen Dollar.

Da bei Zahlung mit Kreditkarte der viel schlechtere offizielle Kurs (rund 1:700) berechnet wird, bezahlen Gäste zum Beispiel in Hotels in Bar - mit Plastiksäcken voller Geldscheine werden die Rechnungen beglichen.

Neue Geldscheine gegen die Inflation

In den letzten Wochen hat die Inflation noch einmal drastisch angezogen. Der niedrige Ölpreis, fehlende Devisen und Misswirtschaft haben das Land in eine tiefe Versorgungskrise gestürzt, es gibt zunehmend Probleme, Auslandsschulden zu bedienen.

Der sozialistische Präsident Nicolás Maduro kündigte in Caracas entsprechende Massnahmen der Zentralbank an: «Wir werden Millionen von 500-Bolívares-Noten in Umlauf bringen und danach Millionen von 5000-Bolívares-Scheinen.» Nirgendwo weltweit ist derzeit die Inflation höher als in Venezuela.

Bisher ist der 100-Bolívares-Schein mit dem Konterfei des südamerikanischen Befreiers von der spanischen Kolonialmacht, Simón Bolívar, die grösste Note. (SDA)

Publiziert am 03.12.2016 | Aktualisiert am 05.12.2016
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3 Kommentare
  • Roland  Mumenthaler aus Lima
    03.12.2016
    Was habe ich fuer schoene Zeiten erlebt in Venezuela, vor der Aera Chavez, habe viel in Venezuela gearbeitet, nichts hat gefehlt, alles war vorhanden. Da kann man sehen wohin die Sozialindustrie fuehrt.
  • Eloise   Lang 03.12.2016
    Echt blamabel, was die Korrektoren beim Online-Blick so durchgehen lassen. Es heisst Venezolaner und nicht etwa Venezuelaner. Gute Besserung.
  • Beat  Küng aus Bellinzona
    03.12.2016
    Tja, die Amis wollten ja zusammen mit den Saudis den Erdölpreis in den Keller fahren, um Putin zu schwächen. Venezuela ist nun ein Kollateralschaden, den ein Fachmann durchaus vorhersehen konnte. Aber die beiden Länder gehen ja seit jeher über Leichen. So werden natürliche Konkurrenten wie Venezuela eliminiert. Und keiner sagt was dazu in Brüssel.