44 LKW in Madaja eingetroffen: Hoffnung für die Stadt des Hungers

MADAJA (SYRIEN) - Endlich! Nachdem vergangene Woche ein Abkommen mit der syrischen Regierung zustande gekommen ist, ist heute ein Hilfskonvoi vor der belagerten Stadt Madaja eingetroffen.

Ein vom Hunger gezeichneter Knabe aus Madaja. Die Stadt mit 40'000 Menschen ist seit Monaten belagert und von jeder Versorgung abgeschnitten. Nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) starben bislang mindestens 23 Menschen an den Folgen von Mangelernährung, unter ihnen auch Kinder. play
Ein vom Hunger gezeichneter Knabe aus Madaja. Die Stadt mit 40'000 Menschen ist seit Monaten belagert und von jeder Versorgung abgeschnitten. Nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) starben bislang mindestens 23 Menschen an den Folgen von Mangelernährung, unter ihnen auch Kinder. Keystone/AP/

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Die Hilfslieferung für Tausende vom Hungertod bedrohte Menschen ist vor der belagerten syrischen Stadt Madaja eingetroffen. Der Konvoi aus 44 Lastwagen mit Nahrung und Medikamenten erreichte am Montag die Zufahrt zur Stadt im Westen Syriens.

Das sagte ein Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Madaja ist seit einem halben Jahr eingeschlossen. Helfer erwarteten den Konvoi erst am Nachmittag in der Stadt. Zuvor müssten die Laster noch mindestens 20 Kontrollpunkte der Regimetruppen passieren.

In Madaja warten insgesamt etwa 40'000 Menschen auf die lange herbeigesehnte Lieferung. Mehrere Menschen, darunter auch Kinder, starben nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen bereits den Hungertod. Über 200 Personen sind akut unterernährt. (SDA)

Publiziert am 11.01.2016 | Aktualisiert am 11.01.2016
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9 Kommentare
  • Fridolin  Glarner-Walker aus Genf
    11.01.2016
    Solche Bilder kannte man nur aus Nazi-Konzentrationslagern und die ganze Welt hatte geschworen "Nie wieder so etwas !" Die UNO mit ihrem Sicherheitsrat und viele kostspielige Organisationen wurden gegründet, doch wozu? Im Härtefall ist wieder jeder auf sich gestellt, fliehen, verhungern oder zu kämpfen bis es ihn erwischt. Warum kann dieser Krieg, wie dazumal in Ex-Jugoslavien, nicht endlich gestoppt werden ???
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    11.01.2016
    Wer so ausgehungert ist wie der Bub auf dem Photo, für den genügen Nahrungsmittel alleine nicht für die Gesundung. Er braucht eine gründliche medizinische Behandlung. Leider wird in solchen Ländern Hunger als Massenvernichtungswaffe gegen Aufständische eingesetzt.
  • Kistler  Fredi aus Wollerau
    11.01.2016
    Nun treffen die Hilfslieferungen ein, während hunderttausende junge von der Sonne braugebrannte Männer im besten Alter auf Treibjagd
    gegen Europäische Werte sind. Die haben natürlich kein Zeit sich um Ihre Landleute von Frauen und Kindern zu kümmern, da sie zu Kursen im Verhalten gegenüber Frauen in Europa eingeladen wurden, bzw. gerade in die Zivilisation, wo Milch und Honig fliesst eingeführt werden.
  • Oliver  Hardy 11.01.2016
    Für viele vor allem Frauen,ältere Leute und Kinder dürfte die Lieferung zu spät kommen.Viele sind unterernährt und auch die Kälte macht den meisten zu schaffen.So grausam ist Krieg die Zivilbevölkerung leidet aber der Krieg geht unvermindert weiter.
  • Andreas  von Salis , via Facebook 11.01.2016

    Weder für Amerikaner , noch Russen oder Europäer ist es kein Problem x-tausend Tonnen Bomben auf Städet zu werfen, aber Lebensmittel geht scheinbar nicht. Das tönt wie Nachrichten aus Absurdistan!!
    • Armin  Bruesch aus Thusis
      11.01.2016
      In diesen Kriegen geht es nur um den Erhalt der Macht ; koste es was es wolle, Menschenleben - spielen da keine Rolle. Auf Deutsch sagt man doch : Die gehen über Leichen. Oder sie würden die eigene Mutter für 5 Fr. verkaufen. Jedes Tier ist heutzutage der Bessere Mensch.