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Eine Geschichte wie aus einem Brutalo-Film. Leider läuft sie ganz konkret im Sudan. Einem Land, das von extremistischen Muslimen beherrscht wird.
Das wird Gillian Gibbons (54) jetzt zum Verhängnis, berichtet «fownews.com». Die Englischlehrerin aus Liverpool sitzt derzeit in einer Polizeizelle – und das auch zu ihrem eigenen Schutz. Denn draussen wütet ein Mob junger Männer, die sie am liebsten lynchen würden.
Was ist geschehen? Gibbons unterrichtet an einer christlich geführten Schule, in die auch viele Ausländer ihre Kinder schicken. Gemäss Schulplan stand für dieses Jahr Tierkunde auf dem Programm. Die Kinder sollten sich mit dem Bären beschäftigen, und die Lehrerin gab ihnen den Auftrag, einen Namen zu suchen. Kandidaten waren Hassan, Abdullah und – Mohammed.
Die Kinder stimmten schliesslich für Letzteren. Das war fatal. Denn das ist der Name des Propheten. Und den sprechen fromme Muslime immer nur mit dem Zusatz «Friede sei mit ihm!» aus!
Diese unschuldige Bärentaufe genügte, dass die Lehrerin angezeigt und von der Polizei abgeholt wurde. Der britische Botschafter in der sudanesischen Hauptstadt ist besorgt: «Wir suchen den Kontakt mit den Behörden.»
Das ist bitter nötig. Denn der Missbrauch des Prophetennamens ist Gotteslästerung im Sudan. Und dafür gibts 40 Peitschenhiebe. (snx)
Zu naiv für den Sudan: Lehrerin Gillian Gibbons.- Reuters