48 Verletzte Autobombe explodiert in der Türkei

INSTANBUL - Bei einem Autobombenanschlag in der osttürkischen Provinz Van sind heute Morgen 48 Menschen verletzt worden.

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Ein mit Sprengsatz beladenes Fahrzeug sei an einem Kontrollpunkt vor dem Provinzbüro der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP detoniert, berichtete der Sender CNN Türk unter Berufung auf die Polizeidirektion.

Das AKP-Gebäude wurde stark beschädigt, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.

In der Türkei haben heute mehrtägige Feiertage zum Opferfest begonnen. AKP-Politiker versammeln sich jedoch erst am Dienstag zu Feiertagsfeierlichkeiten in ihrer Provinzzentrale, wie ein Parteimitglied dem Sender CNN Türk berichtete.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. In der Region ist die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK aktiv, die immer wieder Attentate vor allem auf Sicherheitskräfte verübt. Die türkische Armee geht in einer Offensive gegen die PKK vor. Ein mehr als zwei Jahre anhaltender Waffenstillstand war im Sommer vergangenen Jahres gescheitert.

Die türkische Regierung hatte am Sonntag zahlreiche pro-kurdische Gebietsverwaltungen im Südosten unter Zwangsverwaltung gestellt und die gewählten Gemeindevorsitzenden durch regierungsnahe Verwalter ersetzt. Von der Massnahme sind auch vier Bezirke in der Provinz Van betroffen. Unklar war zunächst, ob der mutmassliche Anschlag im Zusammenhang mit der Massnahme der Regierung steht. (SDA/stj)

Publiziert am 12.09.2016 | Aktualisiert am 12.09.2016
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