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Die Opferzahlen steigen und steigen: Nach offiziellen Angaben starben wegen «Nargis» über 22400 Menschen. Das staatliche Fernsehen meldete heute weiter, 41000 Menschen würden vermisst.
Der Sturm «Nargis»war am Freitagabend am Delta des Irawadi-Flusses auf das südostasiatische Land getroffen und hatte auf seinem Weg nach Osten eine Schneise der Verwüstung hinterlassen.
Die Militärjunta Burmas kündigte zwar an, sie werde internationale Hilfe von «wohlgesonnenen Staaten» annehmen. Die UNO berichtete aber, ihre Helfer sässen wegen Visa- Schwierigkeiten in Bangkok fest.
Überall im Land fehlt es an Wasser, an Nahrung und schlichtweg einem Dach über dem Kopf. Grösstes Problem für die Helfer in Burma sind jedoch fehlende Telefonverbindungen.
Ausserdem machen den Rettern das zusammengebrochene Stromnetz und die zerstörten Strassen zu schaffen. «Gerade in dem am schlimmsten betroffenen Delta des Flusses Irrawaddy ist es für Aussenstehende schwierig, sich zurechtzufinden», sagte der Einsatzleiter der Hilfsorganisation ADRA, Marcel Wagner, heute aus Rangun. «Das ist ein Labyrinth von Kanälen und kleinen Inseln.»
Schweizer spenden fleissig
Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) für die Opfer des Wirbelsturms «Nargis» in Burma vorerst 500000 Franken ein. Zudem schickte sie ein Expertenteam vor Ort.
Das fünfköpfige Spezialistenteam ist heute von der Schweiz aus nach Burma abgereist. Ein weiterer DEZA-Spezialist wird sich von Bangkok aus in das Krisengebiet begeben.
Die Schweizer spenden derweil grosszügig für die Opfer von «Nargis»: Bei der Glückskette sind bereits hunderte von Spenden via Internet eingetroffen. Einige davon sind beachtlich hoch.
«Über das Internet läuft es sehr gut: Wir haben schon mehrere hundert Spenden. Die ganze Schweiz fühlt sich betroffen», sagte Roland Jeanneret, Sprecher der Glückskette.
«Wir haben relativ grosse Spenden, zum Teil bis 10000 Franken, die kleinste betrug 10 Franken,» sagte Jeanneret weiter.
Bei der Glückskette sei man gespannt, wie die burmesischen Behörden auf die ausländische Hilfe reagieren werden. Nach den Verwüstungen durch den Tsunami Ende 2004 hatten diese ausländische Hilfe abgelehnt. «Wir gehen diesmal davon aus, dass sie keine bürokratischen Schwierigkeiten machen», sagte Jeanneret. (SDA/gux)
- Blick.ch/ent