FBI vereitelt Terroranschlag auf US-Notenbank 21-Jähriger wollte «Amerika zerstören»

NEW YORK - Ein Mann fuhr gestern Morgen vor das Gebäude der US-Notenbank in New York. Er glaubte, sein Auto sei beladen mit Sprengstoff. Zur Zündung einer Bombe kam es nicht – das FBI hat vorgesorgt.

  • Publiziert: 17.10.2012, Aktualisiert: 18.10.2012
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Die US-Polizei hat gestern Morgen einen 21-jährigen Verdächtigen festgenommen, nachdem er einen Kleintransporter vor dem Sitz der UAS-Zentralbank nahe dem World Trade Center in New York geparkt hatte. Er habe einen Anschlag mit rund 500 Kilogramm Sprengstoff geplant, berichten US-Medien.

Mit FBI-Undercover-Agenten zusammengearbeitet

Der aus Bangladesh stammende Quazi Mohammad Rezwanul Ahsan Nafis (21) habe einen Kleinlaster vor der US-Zentralbank in Lower Manhatten geparkt. Nafis sei davon ausgegangen, dass das Auto mit einem Sprengsatz versehen sei und habe diesen zur Detonation bringen wollen, teilen die Behörden mit. Er sei in ein Hotel in der Nähe gegangen, wo er ein Bekenner-Video gedreht haben soll, berichtet «Daily News».

Bei Nafis vermeintlichen Komplizen habe es sich allerdings um Undercover-Agenten gehandelt und in dem Transporter sei lediglich eine Bombenattrappe gewesen.

Die Polizei nahm ihn um 8.12 Uhr (Ortszeit) vor der Zentralbank fest. Er kam vorerst in Polizeigewahrsam. Bei einem Gerichtstermin habe er aber keinen Antrag auf eine Entlassung gegen Kaution gestellt.

«Sieg oder Märtyrertod»

Der Mann sei bereits länger von der Bundespolizei FBI überwacht worden, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit habe zu keinem Zeitpunkt bestanden.

In einem Schreiben, in dem er die Verantwortung für den geplanten Anschlag übernahm, soll er geschrieben haben, er wolle «Amerika zerstören». «Wir werden nicht aufhören, bis wir einen Sieg oder einen Märtyrertod errungen haben», soll er in einem Video gesagt haben, das er nach dem Anschlag veröffentlichen wollte.

Nafis müsse mit «schwerwiegenden Konsequenzen» rechnen, sagte Mary Galligan vom New Yorker FBI-Büro. Er muss sich wahrscheinlich wegen des versuchten Einsatzes einer Massenvernichtungswaffe sowie der versuchten Unterstützung des Terrornetzwerks Al-Kaida verantworten.

Er soll auch einen Anschlag auf Obama und die New Yorker Börse geplant haben

Der Mann sei im Januar mit einem Studenten-Visum in die USA eingereist, um einen Anschlag zu verüben, hiess es in der Erklärung des Justizministeriums. In den USA habe er versucht, eine Terrorzelle zu gründen. Dabei kam der junge Mann auch mit einem geheimen Informanten des FBI in Kontakt. Fortan hätten die US-Behörden die Aktivitäten des Verdächtigen überwacht.

Der mutmassliche Al-Kaida-Sympathisant prüfte mehrere Anschlagsziele und entschloss sich schliesslich für das Gebäude der Zentralbank im südlichen Manhattan. Er zog auch einen Anschlag auf die New Yorker Börse in Erwägung. Laut «Daily News» soll er sogar einen Anschlag auf Präsident Barack Obama geplant haben.

Nafis war an der Southeastern Missouri State University eingeschrieben, wo er in kurzer Zeit zum Vize-Präsident der muslimischen Studentenverbindung aufstieg.  (SDA/noo/kab)

Beliebteste Kommentare

  • Juan  Garcia
    Soll mir noch einer die amerikanischen Anti-Terrorgesetze kritisieren, die verschäften Einreisebedingungen und Überprüfungen der Einreisewilligen. Hier hatten sie ja wohl Erfolg damit. Wenn wir schweizer so exponiert wären und ein Ziel für jeden dahergelaufenen Terroristen, würden wir genauso denken! Gut gemacht, FBI und CIA!
  • Emmanuel  Mindanao
    das soll mir noch einer sagen diese Terroristen wären intelligent. mann muss schon sehr dumm sein, wenn man für islamische Fundamendalisten sein leben geben will, aber man muss noch dümmer sein, wenn man dabei dem FBI auf dem Leim geht. Ich hoffe der Stümper kriegt jetzt ein bisschen amerikanischer Verhörmethoden zu spüren, dann kann er sich mal einen Moment lang wie ein echter Terrorist fühlen.

Alle Kommentare (10)

  • Sabrina  Wunderli
    Es herrscht Wahlkampf und den Amerikanern ist jedes Mittel recht, dass der Mann Präsident bleibt, der ihnen am meisten nutzt. Das ist doch wieder so eine tolle inszenierte Geschichte des Geheimdienstes damit die Bürger erkennen, wir tun was für die Sicherheit der Amerikaner - der Präsident tut was.
  • Emmanuel  Mindanao
    das soll mir noch einer sagen diese Terroristen wären intelligent. mann muss schon sehr dumm sein, wenn man für islamische Fundamendalisten sein leben geben will, aber man muss noch dümmer sein, wenn man dabei dem FBI auf dem Leim geht. Ich hoffe der Stümper kriegt jetzt ein bisschen amerikanischer Verhörmethoden zu spüren, dann kann er sich mal einen Moment lang wie ein echter Terrorist fühlen.
    • Hans  Blumer
      Ja schon unglaublich, die konnten die ganze amerikanische Luftüberwachung und Abwehr ausschalten, die konnten hoch moderne Passagierflugzeuge steuern und die Anschläge aus einer Höhle in Afghanistan koordienieren. Und heute lassen sie sich von Agenten des FBI so einfach übertölpeln. Glauben sie wirkich das die in dieser Zeit zu solchen Tölpeln mutiert sind? FBI Agenten suchen sich gezielt solche Idioten aus und benutzen sie. Die haben ihre Metoden um Leute für ihre Zwecke zu solchen Taten anzustiften und sie dan über die Klinge springen zu lassen. Wieder ein Schlag gegen den Terror und die Leute fressen es.
      • 18.10.2012
      • als Kommentar auf Emmanuel  Mindanao
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  • Ségolène  Hausser-Dupré , Genf
    E si non e vero, e ben trovato! Ich jedenfalls glaube kein einziges Wort.
  • Peter  Stoffel , Rorschach
    Es ist längst bekannt, dass das FBI zu Verhaftungen von angeblichen Terroristen genötigt wird. Dann geht das so, dass das FBI unter falschen Angaben labile Menschen anwirbt, ihnen unnützen "Sprengstoff" unterjubelt und sie dann verhaftet. So können sie sich brüsten, wieder einen terroristen gefasst zuhaben. Die Bürger glauben es, das feuerchen der Angst wird schön am Leben erhalten.
    • Laurent  Meier , via Facebook
      Genau! und auf dem Mond waren die Amis auch nie, 9/11 ist nur inszeniert worden, Romney ist von Milliardären gekauft und Obama kommt ursprünglich aus der Muppet-Show!
      • 18.10.2012
      • als Kommentar auf Peter  Stoffel , Rorschach
      • 96
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    • Toni  Richter
      Es ist schön zu sehen, dass es noch andere Leute gibt, die sich nicht an der Nase rumführen lassen. Es ist wirklich unglaublich mit welchen Anstrengungen seit Jahren versucht wird, den Krieg um das Öl im Nahen Osten zu rechtfertigen!!!
      • 18.10.2012
      • als Kommentar auf Peter  Stoffel , Rorschach
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  • Juan  Garcia
    Soll mir noch einer die amerikanischen Anti-Terrorgesetze kritisieren, die verschäften Einreisebedingungen und Überprüfungen der Einreisewilligen. Hier hatten sie ja wohl Erfolg damit. Wenn wir schweizer so exponiert wären und ein Ziel für jeden dahergelaufenen Terroristen, würden wir genauso denken! Gut gemacht, FBI und CIA!
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