| 17:24 |
Pakistan kommt nicht zur Ruhe. Heute gingen in Peshawar und Karachi Zehntausende von Menschen auf die Strassen. Laut «BBC» kamen dabei mindestens 15 Menschen ums Leben. |
| 08:52 |
Jetzt will auch die deutsche Zeitschrift "Titanic" eine Ausgabe dem Islam widmen. Der Cover-Entwurf für die Oktoberausgabe zeigt die ehemalige First Lady Bettina Wulff im Arm eines muslimischen Kriegers aus dem umstrittenen islamfeindlichen Film, wie "FTD.de" berichtet. Chefredakteur Leo Fischer sagt der Zeitung, er wolle «vor weiteren schlecht gemachten Schmähfilmen warnen, insbesondere davor, dass sich abgehalfterte Prominente nun auch noch über billige Islamkritik profilieren». |
| 07:03 |
Die Schauspielerin Cindy Lee Garcia verklagt den Produzenten des Hassfilms, Nakoula Basseley Nakoula, wegen Rufmordes. Von Google forderte Garcia, den Streifen aus dem Internet zu entfernen. «Dieser Film ist gemein und verwerflich», hiess es in Garcias Klageschrift. |
| 16:03 |
Der Bruder von Osama bin Laden will zwischen den Islamisten und dem Westen vermitteln. Dies sagte er auf «Arabiya News». |
| 13:15 |
Hacker haben den Online-Auftritt der Zeitschrift «Charlie Hebdo» lahmgelegt. Die Seite war am Mittwochmorgen für Stunden nicht erreichbar, nachdem in der heutigen Ausgabe des Satire-Magazins neue, teils derbe Karikaturen des Propheten Mohammed veröffentlicht worden waren. |
| 12:14 |
Die französische Regierung fürchtet eine Eskalation der Gewalt wegen der neuen Mohammed-Karrikaturen, die «Charlie Hebdo» heute zeigte. Polizisten bewachen den Hauptsitz des Magazins in Paris. Am Freitag will die Regierung vorsorglich Botschaften und Schulen in 20 Ländern schliessen. Die neuste Ausgabe von «Charlie Hebdo» findet an den Kiosken reissenden Absatz. |
| 08:16 |
Auch heute kommt Afghanistan nicht zur Ruhe: Im Osten des Landes sind heute rund 1000 Menschen, offenbar mehrheitlich Studenten, auf die Strasse gegangen. Sie riefen «Tod Amerika» und «Tod den Feinden des Islam». |
| 07:07 |
Das französische Satire-Magazin «Charlie Hebdo» zeigt in seiner heutigen Ausgabe neue Mohammed-Karikaturen. Die Zeichnungen seien nicht provozierender als gewöhnlich, rechtfertigte der verantwortliche Redakteur Stéphane Charbonnier seinen Entscheid. Er berief sich auf die Pressefreiheit. Die Ankündigung brachte die Website Magazins an den Rande des Kollaps. |
| 0:20 |
Der saudische König Abdullah hat wegen des islamfeindlichen Mohammed-Films den Zugang zu allen Webseiten gesperrt, auf denen das Video zu sehen ist. Das berichtete die amtliche saudische Nachrichtenagentur. |
| 17:35 |
Ägyptische Medien melden, ein Christ soll in Ägypten hinter Gitter, weil er im auf Facebook angeblich den Islam und Präsident Mohammed Mursi beleidigt hat. Der 42 Jahre alten Lehrer Bischoy Kamil Kamel sechs Jahre ins Gefängnis: drei Jahre wegen «Beleidigung des Propheten Mohammed und der Religion», zwei Jahre wegen seiner angeblich despektierlichen Äusserungen über Mursi und ein weiteres Jahr, weil sich der muslimische Ingenieur, der ihn angezeigt hatte, ebenfalls von Lehrer beleidigt gefühlt hatte. |
| 15:03 |
Gemäss «SWR Info» wird am Freitag erstmals auch in Deutschland gegen das Mohammed-Video demonstriert. Die Kundgebung in Freiburg wurde von der Stadtverwaltung genehmigt. Den Antrag dazu stellte ein im Libanon geborener Deutscher, der mit der radikalen Hisbollah in Verbindung gebracht werde. Am Samstag findet auch in Bern eine Demo von Muslimen statt (Siehe 10.33 Uhr). |
| 14:57 |
Die Nato fährt die Schulung afghanischer Sicherheitskräfte massiv zurück. Grund sei die anhaltende Gefahr gewaltsamer Übergriffe afghanischer Polizisten und Soldaten auf Nato- Soldaten, teilte das Einsatzkommando heute mit. Betroffen von der Anordnung ist den Angaben nach «die grosse Mehrheit» der 350'000 Mitglieder der afghanischen Sicherheitskräfte. Sie müssen nun ohne Unterstützung der Nato-geführten Truppen zurecht kommen.
Die Entscheidung ist ein herber Rückschlag für die Bemühungen der Nato, die afghanischen Kräfte für ihren künftigen Einsatz nach dem Abzug der ausländischen Truppen bis 2014 fit zu machen. Hintergrund der Entscheidung ist die steigende Zahl von Angriffen afghanischer Sicherheitskräfte auf Nato-Mitarbeiter. Allein in diesem Jahr kamen mindestens 51 Nato-Soldaten bei Angriffen durch afghanische Polizisten oder Soldaten ums Leben. Verglichen zum Vorjahr ist dies ein Anstieg um 40 Prozent. Der Befehl wurde erlassen, nachdem am Wochenende erneut ausländische Soldaten bei Angriffen durch afghanische Polizisten getötet worden waren. |
| 13:54 |
Der nordafrikanische Ableger der Al-Kaida ruft in einem heute veröffentlichtem Statement zu einer Ausweitung der Proteste gegen Basseleys Film (siehe unten) und weiteren Anschlägen auf US-Diplomaten auf. In dem Schreiben wird weiter der Tod des US-Botschafters in Libyen, Christopher Stevens, gepriesen, wie «AP» berichtet. |
| 12:29 |
Erneut sind Bilder des Islamhass-Filmers Nakoula Basseley Nakoula aufgetaucht. Er selbst und seine Familie sind in der Zwischenzeit an einen geheimen Ort gebracht worden. Nakoula soll eine Schlüsselfigur hinter dem Film sein. Der Imam Ahmed Fuad Aschusch hat Muslime auf der ganzen Welt aufgefordert, die Filmemacher und Schauspieler zu ermorden. |
| 11:46 |
Bei den Opfern eines Selbstmordanschlages in Kabul handelt es sich um Südafrikaner und Russen - darunter eine Frau - sowie um deren afghanischen Fahrer, sagte der Vize-Polizeichef. Der Sprecher der russischen Botschaft sagte dagegen, Russen seien bei dem Anschlag nicht betroffen gewesen. Seinen Angaben zufolge handelt es sich bei den Toten um Personen aus Südafrika, Kirgistan und Afghanistan. Zu dem Anschlag bekannte sich die radikalislamische Hesb-i-Islami (HIG) des früheren Premierministers Gulbuddin Hekmatjar. Die Attentäterin sei eine 20 Jahre alte Frau aus Kabul gewesen. Die Gruppe war bislang nicht mit derartigen Anschlägen in Erscheinung getreten. Sie bezeichnete die Attacke als Vergeltungsanschlag für das islamfeindliche Mohammed-Video.
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| 10:59 |
Die islamische Welt ist wegen des Anti-Muslim-Filmes in Aufruhr. Im Pariser Louvre eröffnet Präsident François Hollande gleichzeitig eine Ausstellung, die für Verständnis wirbt. «Die islamischen Zivilisationen sind älter, lebendiger und toleranter als jene, die heute in ihrem Namen reden», sagte Hollande. |
| 10:33 |
Die Stadt Bern erlaubt dem Islamische Zentralrat und weitere Muslim- Organisationen eine rund einstündige Platzkundgebung auf dem Helvetiaplatz, bestätigt Sicherheitsdirektor Reto Nause Meldungen in der «Berner Zeitung» und im «Bund». Einen Aufmarsch vor der US- Botschaft erlaubte die Stadt nicht. Der Islamische Zentralrat sieht seine Kundgebung nicht in erster Linie als Protest gegen den umstrittenen Mohammed-Film aus den USA. Ziel sei vielmehr, den Schweizer Gesetzgeber aufzufordern, rechtliche Normen zu erlassen, die darauf abzielten, religiöse Gefühle besser zu schützen. Auf seiner Internetseite ruft der Islamische Zentralrat zu einer friedlichen Veranstaltung auf dem Helvetiaplatz auf. |
| 09:28 |
Bangladesch ist dem Beispiel Afghanistans und Pakistans gefolgt und hat wegen des islamfeindlichen Mohammed-Videos den Zugang zu YouTube blockiert. Die Sperrung sei auf Anweisung der Regierung erfolgt und gelte für «unbestimmte Zeit», teilte die Telekommunikationsbehörde mit. In der Hauptstadt des südasiatischen Landes hatte es in den vergangenen Tagen antiamerikanische Kundgebungen gegeben. |
| 07:37 |
Wegen des Schmähvideos ist es in Kabul zu einem Vergeltungsanschlag gekommen. Dabei hat ein Selbstmordattentäter neun Ausländer und drei Afghanen mit in den Tod gerissen. Der Angreifer habe sich heute Morgen in seinem Wagen neben einem Minibus in die Luft gesprengt.
Im Kleinbus seien ausländische Mitarbeiter einer Firma auf dem Weg zum Flughafen gewesen. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen soll es sich um Mitarbeiter eines internationalen Kurierunternehmens handeln. Zwei Angehörige der Sicherheitskräfte seien verletzt worden, teilt die Polizei mit.
Über die Nationalität der getöteten Ausländer war zunächst nichts bekannt. Bei den getöteten Afghanen handelte es sich laut Polizei um Zivilisten. Acht Afghanen seien zudem verletzt worden. |
| 03:35 |
In Ägypten hat ein salafistischer Imam eine Fatwa zur Tötung aller Beteiligten an dem in den USA produzierten Anti-Islam-Film erlassen. Wie das auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte US-Unternehmen SITE mitteilte, rief Ahmed Fuad Aschusch die «jungen Muslime in den USA und in Europa» in seinem religiösen Gutachten auf, die Macher und Schauspieler des Films sowie alle, die zu seiner Verbreitung beitrugen, wegen Verunglimpfung des Propheten Mohammed umzubringen.
Die Fatwa wurde SITE zufolge auf mehreren dschihadistischen Foren im Internet veröffentlicht. |


