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Bei Razzien in ganz Europa haben Ermittler 115 Menschen wegen mutmasslicher Verwicklung in Kinderpornographie festgenommen. Betroffen sind 19 Länder – darunter die Schweiz.
Wie das Europäische Polizeiamt (Europol) heute mitteilte, sind einige der Festgenommenen Lehrer und Kinderbetreuer. Fünf Kinder zwischen vier und zwölf Jahren seien als Missbrauchsopfer identifiziert worden. Insgesamt wurden 221 Verdächtige ausgeforscht.
Verdachtsfälle auch in der Schweiz
Laut dem Sprecher des Bundesamts für Polizei (fedpol), Stefan Kunfermann, gibt es in der Schweiz mehrere Verdachtsfälle. In zwölf Kantonen würden Verfahren geführt: Aargau, Basel-Land, Bern, Zürich, Genf, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Thurgau, Tessin, Waadt und Zug.
Die jetzt beendete Operation «Typhon» sei 2007 ins Leben gerufen worden, nachdem das österreichische Bundeskriminalamt (BK) auf die Webseite eines österreichischen Betreibers gestossen war, die zur Verbreitung von Kinderpornografie missbraucht wurde.
Über 9700 verdächtige Bilder seien auf dem Server sichergestellt worden, hiess es. Seither sei es zu zahlreichen Hausdurchsuchungen und Festnahmen gekommen, zuletzt im vergangenen November, sagte Europol-Sprecher Sören Pedersen.
Ermittlungen gab es unter anderen auch in Deutschland, Holland, Belgien, Frankreich und Dänemark. (SDA/s5j)