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Mindestens zehn Menschen kamen auf Sumatra bei dem Beben der Stärke 8,4 ums Leben, rund hundert wurden verletzt. Eine etwa ein Meter hohe Flutwelle erreichte Padang an der Westküste. Das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik sprach von einer nur kleinen Welle.
Auf der indonesischen Insel wurden zahlreiche Gebäude verwüstet. Auf den ersten Erdstoss folgten zahlreiche Nachbeben mit einer Stärke bis zu 6,6, woraufhin die indonesischen Behörden vorübergehend eine zweite Tsunami-Warnung herausgaben.
Aus drei Städten auf Sumatra wurden Todesopfer gemeldet, wie ein Sprecher des Sozialministeriums dem Newsportal detik.com mitteilte. Bewohner verliessen in Panik ihre Häuser. «Wir glauben, dass unser Viertel hoch genug liegt», berichtete ein Einwohner aus Padang. «Wenn das Wasser kommt, wird es uns hier nicht erreichen, so Gott will. Wir haben alle Angst.»
An der Küste waren Strom- und Telefonverbindungen unterbrochen. Das Beben liess in der Hauptstadt Jakarta hohe Häuser schwanken und war auch noch in Malaysia, Singapur und Thailand zu spüren.
Das Zentrum des Unterwasserbebens lag den Berechnungen von US-Geologen zufolge gut 100 Kilometer südwestlich vor der Küste Sumatras in 30 Kilometer Tiefe. Ein solches Beben könne einen Tsunami auslösen, der Auswirkungen auf das gesamte Becken des Indischen Ozeans haben könnte, erklärten die Behörden.
Am 26. Dezember 2004 hatte ein heftiges Erdbeben einen Tsunami ausgelöst, der allein in der indonesischen Provinz Aceh mehr als 130000 Menschen das Leben kostete. (AP)