1,3 Millionen New Yorker hungern

  • Aktualisiert am 03.01.2012

NEW YORK – New York, Glitzermetropole der Schönen und Reichen. Aber auf der anderen Seite auch ein Ort, an dem besonders viele viel zu wenig haben.

Times Square, Empire State Building, Freiheitsstatue oder Chrysler Building: So einige Wahrzeichen von New York, die Reichtum und Macht ausdrücken. New York gilt als schickste Metropole Amerikas.

Doch da gibts auch eine andere Seite: Jeder sechste New Yorker hat nämlich einer neusten Studie zufolge nicht genug zu essen! Dies heisst es in einem Jahresbericht der New Yorker Koalition gegen Hunger.

1,3 Millionen Menschen in der 8,25 Millionen Einwohner zählenden US-Metropole –, darunter 400000 Kinder – lebten in Haushalten, in denen es nicht genug Essen gebe oder die nicht in der Lage seien, kontinuierlich für angemessenen Lebensmittelnachschub zu sorgen.

Die Studie zeige eine steigende Nachfrage in den Armenküchen, erklärte die Organisation. Seit dem vergangenen Jahr sei die Nachfrage um 20 Prozent gestiegen, nachdem es bereits von 2005 auf 2006 einen Anstieg um elf Prozent gegeben habe. Besonders betroffen seien die Bezirke Bronx und Brooklyn.

Die Koalition gegen Hunger kritisierte die sinkenden staatlichen Zuwendungen für die Vereine, die Suppenküchen betreiben. Die schon jetzt von ehrenamtlichen Helfern geführten Küchen könnten so nicht überleben, sagte der Vorsitzende der Koalition gegen Hunger, Joel Berg. (SDA/spj)

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