0,0 Promille der neue Feier-Trend Schweden legt die Partys trocken

STOCKHOLM - Das «Sober» in Stockholm hat alles, was zu einem perfekten Club dazugehört: Fettes Soundsystem, beste Lichtanlage und angesagte DJs. Nur ein entscheidender Party-Faktor fehlt: Alkohol ist in der Disco verboten!

Das Sober in Stockholm: Hier wird trocken gefeiert und nüchtern getanzt. play

Das Sober in Stockholm: Hier wird trocken gefeiert und nüchtern getanzt.

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Diese Party hält nichts von Promille! Im Stockholmer Club «Sober» (deutsch: nüchtern) ist Alkohol verboten. Statt Caipirinha und Bier gibt es hier Frucht-Cocktails und Brause. Ein Konzept, das anscheinend ankommt.

Denn: in Schweden ist trotz der hohen Alkoholpreise die Trinksucht ein Riesen-Problem. So wundert es nicht, dass im «Sober» auch Ex-Alkoholiker sich wieder in den Ausgang wagen. Die 30-jährige Zoaria sagt zur schwedischen Journalistin Nathalie Rothschild: «Ich war ein Partygirl und hab sehr viel getrunken. Hier vermisse ich nichts, sondern verliere mich voll ins Tanzen. Der Laden hat einen tollen Vibe und Energie. Die Leute haben eine gute Zeit, anstatt zu saufen und zu rauchen.»

Club-Besitzer Marten Andersson steht zu seinem Konzept: «Wir haben Gäste aus allen Altersschichten. Manche wundern sich, Ex-Trinker sind regelrecht dankbar. Besonders gefragt sind wir bei Yogis, also Leuten die auf Yoga, Meditation und andere spirituelle Sachen stehen.»

Ralph ist seit 17 Jahren trocken. Er freut sich über das Angebot: «Kann ich endlich mal wieder rausgehen – ohne die Versuchung auf Alkohol und Drogen.»

Dabei ist der Alkoholkonsum in Schweden bereits streng reglementiert. Zwar darf man ab 18 in Bars und Alkohol trinken (in den USA erst ab 21 erlaubt), dafür ist das Bestellen erst ab 23 Uhr möglich. Und: Alkohol gibt es nur in staatlich-geprüften Schnapsläden: Verkauf nur tagsüber, nicht an Feiertagen, nicht an Samstagabenden oder gar Sonntags.

Club-Besitzer Marten Andersson hofft nun mit seiner Sober-Idee zum Exportschlager zu werden: «Es wäre toll, wenn das Konzept zum Ikea-Modell für Clubs und Bars auf der ganzen Welt wird.» (dr)

Publiziert am 10.11.2014 | Aktualisiert am 11.11.2014
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Alkoholverbot am Champions-League-Final

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14 Kommentare
  • Thomas  Minder 11.11.2014
    Wenn ich schon die ganze Woche am Abend keine nichtalkoholische Getränke konsumiere, will ich wenigstens am Freitagabend oder Samstagabend mein Bier ode Wein trinken, gottseidank gibts noch viele Lokale wo das noch möglich ist. Es wird ja niemand gezwungen Alkohol zu trinken auch in normalen Clubs nicht.
  • Marc  Landolt 11.11.2014
    Ich wundere mich über die Kommentare.
    Müsst ihr wirklich alle saufen um Spass zu haben?
    Eine traurige Gesellschaft.
  • Peter  Zbinden 11.11.2014
    Toll dass zunehmend solche Räume zum bewussten Tanzen und Feiern geschaffen werden. Hoffe so ein Club öffnet auch schon bald in Zürich seine Tore nach dem das Moring Gloryville ja leider bereits wieder eingestellt worden ist.
  • OA  Schweiz 11.11.2014
    Gute Idee und wer jetzt schon wieder meckert und negative Kommentare schriebt ist nicht mehr zu helfen, bei solchen Leuten ist alles nicht gut, NUR IHRES!!!
  • Manuel  Ríos , via Facebook 11.11.2014
    Und trotz den strengen Regeln und denvielen Gesetzen und hohen Preisen für Alkohol, hat Schweden ein grosses Problem mit Alkoholsucht. Ich finde das Konzept nicht schlecht...ob es Modellmässig auf andere Clubs zu übertragen ist,wage ich zu bezweifeln...!